Aachen: Match gegen Dresden: Revanche für die „Ladies“?

Aachen: Match gegen Dresden: Revanche für die „Ladies“?

Die äußeren Gegebenheiten sind eigentlich optimal für die „Ladies in Black“ Aachen, in der Volleyball-Bundesliga erstmals mit etwas Zählbarem vom amtierenden Meister Dresdner SC nach Hause zu kommen.

Bereits im Pokal-Halbfinale waren die Spielerinnen von Aachens Trainer Marek Rojko über weite Strecken ebenbürtig.

Apropos weite Strecken: Nun stehen sich die beiden Teams am heutigen Samstag in der Liga erneut gegenüber mit dem kleinen Unterschied, dass die Dresdnerinnen rund 7000 Kilometer zu ihrem Heimspiel anreisen mussten. Das Team von Trainer Alex Waibl war noch am Donnerstagabend in der Champions League im Einsatz, musste über fünf hart umkämpfte Sätze gehen und kehrte erst am späten Freitagnachmittag aus Aserbaidschan zurück. Dresden konnte sich in der Champions League durchsetzen, ausschlaggebend für den Erfolg war Diagonalangreiferin Kristina Mikhailenko, die im Tiebreak erst den Punkt zum 2:1 machte und anschließend ihren Aufschlag erst beim Stand von 10:3 für Dresden wieder abgeben musste.

Die „Ladies“ hatten zwar ein weitaus weniger anstrengendes Reiseprogramm als die Gastgeberinnen, verbrachten aber einen guten Teil der Vorbereitung auf den kommenden Gegner damit, eher die eigene Situation zu analysieren als sich auf Stärken und Schwächen des Deutschen Meisters zu konzentrieren. Einzelgespräche mit den Spielerinnen und lange Gruppendiskussionen sollten helfen herauszufinden, welche Gründe der sportlichen Talfahrt zugrunde liegen, die in der fast widerstandslosen Niederlage gegen Hamburg mündete. Aachens Coach Marek Rojko wollte sich nach den anstrengenden Tagen jedenfalls nicht in die Karten schauen lassen, welche konkreten personellen und taktischen Änderungen greifen sollen und kündigte nur an, dass „Druck von einzelnen Spielerinnen genommen werden soll“.

Sein Gegenüber Alex Waibl analysierte den Erfolg seines Teams gegen Baku und sah den Schlüssel darin, dass es Dresden gelang, „die Überhand im Aufschlag und in den Annahme zu bekommen“. Diese beiden Elemente dürften auch für die „Ladies“ spielentscheidend sein, was sich leicht am Pokal-Auftritt ablesen lässt: Die Aachenerinnen führten im dritten Satz souverän, bevor der DSC die Partie drehte, immer weniger Aufschlagfehler produzierte und mit einer sicheren Annahme seine Angreiferinnen immer besser in Szene setzen konnte. Schlüssel für den Erfolg in dieser Partie: Kristina Mikhailenko.

(rom)
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