Aachenerinnen schlagen den Aufsteiger: Straubing ist gegen die Ladies in Black chancenlos

Aachenerinnen schlagen den Aufsteiger : Straubing ist gegen die Ladies in Black chancenlos

Die Aachenerinnen schlagen den Aufsteiger in nur 68 Minuten mit 3:0 und präsentieren sich in allen Elementen drückend überlegen.

Am Ende des Arbeitstages konnte sich die „Chefköchin“ großzügig zeigen: „Wir haben bei einem guten Italiener bestellt und den Spielerinnen die freie Auswahl überlassen“, verkündete die 48-Jährige nach der üblichen kalorienreichen Essensbestellung vor der Rückfahrt der Ladies in Black aus Straubing in Richtung Aachen. Dabei war die Partie beim Aufsteiger aus Niederbayern nicht unbedingt eine der kräftezehrenden Sorte, im Gegenteil: Nach nur 68 Minuten reiner Spielzeit beendeten die Ladies die Begegnung mit einem klaren 3:0 (25:14, 25:16, 25:18).

Das größte Lob kam von Straubings Trainer Benedikt Frank: . „Aachen hat heute unfassbar gut gespielt. Das war die beste Leistung einer Gastmannschaft in dieser Saison in unserer Arena“, zollte Frank den Gästen Respekt. „Aber unser Team hat eine Leistungssteigerung gezeigt, im Vergleich zu den Spielen in Erfurt und gegen Münster.“

Tatsächlich waren die Ladies dem unerfahrenen Heimteam vor 800 Zuschauern in allen Belangen überlegen. Aziliz Divoux stellte die Straubingenerinnen gleich doppelt vor Probleme: Die Belgierin setzte mit präzisen Zuspielen über Kopf die eigenen Angreiferinnen gut in Szene und brachte die gegnerische Annahme mit starken Aufschlägen in Verlegenheit, so dass dem Heimteam kaum Gelegenheit geboten wurde, selbst ein erfolgreiches Angriffsspiel aufzuziehen. „Wir haben von Anfang an gut aufgeschlagen, damit hatte Straubing große Probleme. Und wir haben das gesamte Spiel kontrolliert“, war auch Aachens Trainerin mit dem Start ins neue Jahr mehr als zufrieden. 

Spielpraxis gesammelt 

Wie einseitig die Kräfte verteilt waren, macht der erste Satz deutlich: Beim Stand von 8:7 hatten die Ladies den „größten Wackler“ nach 8:4-Führung. Danach drehte das Team von van Hintum auf, und der gegnerische Trainer hatte beim Stand von 16:7 für die Gäste bereits beide taktischen Auszeiten verbraucht. Ein Ass von Außenangreiferin Marrit Jasper beendete den ersten Durchgang.

Im zweiten Satz zeichnete sich ein ähnlicher Verlauf ab, so dass Aachens Trainerin in der Mitte des Satzes das Zeichen zum Doppelwechsel gab und an der Seite von Denise Imoudu im Zuspiel sammelte Nicole Oude Luttikhuis nach überstandener Verletzung auf der Diagonalposition wieder Spielpraxis. Dennoch war die Schweizer Nationalspielerin Maja Storck – nach Spielende zur wertvollsten Spielerin der Begegnung gewählt – auf dieser Position mit 14 Punkten die erfolgreichste Aachener Angreiferin und brachte 70 Prozent ihrer Attacken im gegnerischen Feld unter.

Durchgang drei verlief nur bis zur ersten technischen Auszeit enger, danach hatte es wieder den Anschein, als würden die Aachenerinnen einfach einen Gang höher schalten und ein Tempo vorlegen, das die Gastgeberinnen einfach nicht mitgehen konnten. „Wir haben das taktisch gut vorbereitet und ausgespielt“, lautete das Fazit von Aachens Trainerin. Ganz sicher war die Partie eine gute Vorbereitung auf die Aufgabe am Mittwoch im Heimspiel gegen den USC Münster.

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