Play-off-Viertelfinale: Ladies in Black gewinnen gegen Dresdner SC

Sensation in Dresden : Ladies in Black feiern Halbfinal-Einzug

Die Ladies in Black haben die Sensation perfekt gemacht: Die Aachnerinnen gewannen das dritte Play-off-Viertelfinale beim Dresdner SC und stehen erneut im Halbfinale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft.

„Vor der Saison war es ein Träumchen so weit zu kommen, jetzt ist ein großer Traum wahr geworden“, kommentierte Aachens Sportdirektor Sebastian Gutgesell den 3:1 (25:18, 26:24, 22:25, 25:21)-Erfolg der Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum. Die Aachenerinnen gingen nach der knappen Niederlage im zweiten Aufeinandertreffen beherzt in dieses Hopp-oder-topp-Spiel und hatten einen entscheidenden Punkt im Vergleich zum Spiel am Mittwoch geändert: Die Aufschläge kamen wieder mit mehr Risiko und druckvoll.

So stand die Dresdner Defensive von Anfang an unter Druck. Die Ladies lagen im ersten Durchgang zu beiden technischen Auszeiten vorn. Bei 18:16 sorgte Mittelblockerin Christa DeGeest mit drei Punkten für einen klaren Vorsprung, ein verschlagener Dresdner Angriff besiegelte die 1:0-Satzführung. Im zweiten Durchgang das gleiche Bild, mit dem Unterschied, dass Dresden beim Stand von 17:11 für Aachen anfing zu kämpfen und bis auf zwei Punkte herankam. Die Ladies hielten dagegen, und Kapitänin Lisa Gründing machte den ersten Satzball klar.

Aachen erkämpfte sich dann die zweite Chance auf den Satzgewinn, und diesmal vollendete Jodie Guilliams. Das Team von DSC-Trainer Alex Waibel wollte sich aber noch nicht geschlagen geben und entschied Satz drei für sich, weil die Aachenerinnen ihr hohes Spielniveau nicht komplett durchziehen konnte. Doch die Hoffnungen beim Deutschen Meister der Jahre 2014 bis 2016 waren nur von kurzer Dauer. Die Ladies kämpften leidenschaftlich, die starke Aachener Blockarbeit stellte die Dresdner Angreiferinnen vor große Probleme, während die Aachener Angriffe über Taylor Agost, Marrit Jasper und Jodie Guilliams immer häufiger von Erfolg gekrönt waren.

Aachen führte mit 16:9 zur zweiten technischen Auszeit, Dresden bäumte sich noch ein letztes Mal auf, leistete sich aber zu viele Fehler im Aufschlag und im Angriff. Der DSC verkürzte auf 18:22, doch zwei starke Aktionen von DeGeest und Guilliams bescherten den Ladies den Matchball. Taylor Agost konnte die erste Chance noch nicht nutzen, doch auch der nächste Dresdner Angriff fand sein Ziel nicht.

Die Ladies hatten die Bronzemedaille sicher. „Sensationell, dass wir das hier perfekt gemacht haben“, meinte Gutgesell. „Nach den ersten beiden Spielen war alles offen, und heute hat sich die Mannschaft mit dem größeren Willen durchgesetzt. Was unser Mannschaft auf dem Spielfeld gezeigt haben, ist einfach großartig.“ Im Halbfinale, das im Modus „best of five“ ausgespielt wird, treffen die Ladies in Black auf den Hauptrunden-Ersten MTV Stuttgart. Das erste Kräftemessen steigt am Donnerstag um 18.30 Uhr in Stuttgart, das Rückspiel findet am kommenden Sonntag um 16 Uhr in Maaseik statt.

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