Ladies in Black wollen Sieg: Mit vollen Akkus in das neue Jahr

Ladies in Black wollen Sieg : Mit vollen Akkus in das neue Jahr

„Blickt man auf den Spielplan, fangen wir jetzt wieder da an, wo wir aufgehört haben“, meint Aachens Trainerin Saskia van Hintum, die an diesem Nachmittag Aziliz Divoux, Zuspielerin in Reihen der Ladies in Black, ein freiwilliges Zusatztraining gibt.

Der Schlusspunkt des vergangenen Jahres, das war der 3:1-Sieg beim VC Wiesbaden („Der war wichtig, wir haben uns gefangen und hatten ein positives Erlebnis“). Der Anfangspunkt des neuen Jahres ist der Auftritt des Volleyball-Bundesligisten bei Aufsteiger Straubing am heutigen Samstag (19.30 Uhr). Die Trainerin will keine Ergebnisprognose abgeben, sondern meint den dichtgedrängten Terminkalender, der für die Ladies bis Anfang Februar Pflichtspiele an jedem Mittwoch und jedem Samstag vorsieht – gekrönt durch ein zusätzliches Sonntagsspiel gegen VCO Berlin.

Im Trainingsbetrieb sind die Ladies bereits seit Anfang Januar wieder, so dass der Urlaub nach dem Wiesbaden-Spiel nicht allzu lang ausgefallen ist. Dennoch: „Für alle war es wichtig, auch mal Pause zu machen“, meint van Hintum mit Blick auf die intensive Serie zum Jahresende hin, die durch die Verletzungsmisere (Kirsten Knip, Taylor Agost und Nicole Oude Luttikhuis) für die verbliebenen acht fitten Spielerinnen noch intensiver wurde und die Arbeit der Trainerin ungewollt „erleichtert“ hat. „Habe ich nur acht gesunde Spielerinnen zur Verfügung, muss ich mir nicht viele Gedanken machen, wen ich nun in die Startformation berufe.“

„Einiges gut gemacht“

Auf die Partie in Straubing folgt das Heimspiel gegen den USC Münster und somit die Halbzeit der Saison. So etwas wie ihren persönlichen Zwischenbericht hat die 48-Jährige jedoch bereits zusammen. „Wir haben einiges gut gemacht und einiges weniger gut“, meint die Niederländerin und hebt dabei eher auf die Einstellung ab als auf das Taktisch-Technische. „Wir haben eine Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen, die eigentlich viel Training brauchen“, meint van Hintum, doch – siehe oben – ein dichtgedrängter Terminkalender und ein angeschlagener Kader lassen nur Plan B zu.

In der Folge haben die Aachenerinnen in der Bundesliga Punkte liegen lassen (bei VCO und gegen Suhl) und im Europapokal-Hinspiel bei Calcit Kamnik eine 0:3-Niederlage kassiert. „Das war der Tiefpunkt“, erinnert sich van Hintum an die Begegnung, in der Libera Kirsten Knip verletzt fehlte und durch Außenangreiferin Nicole Oude Luttikhuis ersetzt werden musste.

Mit aufgeladenen Akkus geht es nun zum Tabellenzehnten nach Straubing, und die Trainerin der Ladies sagt einerseits „Wir können alle Mannschaften schlagen, die in der Tabelle unter uns stehen“, warnt andererseits jedoch auch, „Straubing hat gegen uns nichts zu verlieren und kann vor eigenem Publikum befreit aufspielen“.

Ein Fragezeichen steht noch hinter Mittelblockerin Lorena Sipic. Die Kroatin, der erst in dieser Woche in Straubing ankam, war zuletzt vereinslos und soll den Abgang von Taylor Richardson kompensieren. Den Niederbayern ist es gelungen, bereits am Donnerstagabend eine Spielgenehmigung für die 28-Jährige vorlegen zu können.

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