Volleyball: Ladies geraten nicht in Panik und werden belohnt

Volleyball : Ladies geraten nicht in Panik und werden belohnt

Ladies in Black gewinnen Heimspielauftakt gegen den USC Münster

Der Aachener Volleyball-Bundesligist gewinnt das erste Heimspiel gegen den USC Münster mit 3:0 - die Sätze waren jedoch stark umkämpft.

Nein, zufrieden war Saskia van Hintum nicht. „Ich bin schon wieder nicht auf dem Hallenposter“, sagte die Niederländerin in gespieltem Ernst – und dann lachte sie doch noch, denn nun wurde es enthüllt: das erste Poster mit der Trainerin der „Ladies in Black Aachen“. Die war nun rundumzufrieden war, denn der Aachener Volleyball-Bundesligist schlug denn USC Münster am Samstagabend im „Hexenkessel“ mit 3:0 (25:22, 25:23, 25:22).

Das nennt man wohl einen Auftakt nach Maß, zwei Spiele fünf Punkte, wobei der 3:2-Erfolg beim Vizemeister in Schwerin schon eine Überraschung war. „Die beiden Spiele sind schwer zu vergleichen“, sagte van Hintum. „In Schwerin hatten wir – zumal auswärts – nichts zu verlieren. Im ersten Heimspiel und dann gegen einen Gegner auf Augenhöhe – das ist eine ganz andere Herausforderung. Da weiß man, dass man seine Sache gut machen muss, zumal gegen Münsters starke Angreiferin.“ Auf Augenhöhe traf es, denn in allen drei Sätzen ging es eng zu, und mit wechselnden Führungen.

Die ersten beiden Punkte gehörten den Ladies, doch glichen die Gäste, die das Vorbereitungsturnier um den NetAaachen-Cup mit 0:2 gegenAachen verloren hatten, zum 2:2 aus und übernahmen die Führung. Mit einem starken Ball aus dem Hinterfeld glich Maja Stork zum 8:8, doch dann gerieten die Aachenerinnen mit fünf Punkten zum 10:15 in Rückstand. Mit einer kleinen Serie brachte Marrit Jasper, die erst am Wochenende zuvor von der niederländischen Nationalmannschaft zu den Ladies gestoßen war, Aachen auf 14:15 heran. Über 16:16, 19:19 und 22:22 blieb es eng, ehe drei Punkte in Folge den ersten Satz einbrachten.

Der zweite Satz war fast ein Spiegelbild des ersten: 1:0 für den PTSV, dann blieb es über 4:4, 6:6 und 9:9 eng. Erneut ging Münster in Front, doch mit dem Treffer zum 15:15 wendete Vanessa Agbortabi das Blatt: Die Ladies führten 23:19, und bei 23:21 nahm van Hintum eine Auszeit. Nach dem 24:21 kam der USC doch noch auf 23:24 heran, doch die Ladies behielten die Nerven, und Agbortabi erzielte das 25:23.

Der dritte Satz schien anders zu laufen – zuerst: Aachen führte 7:2, ehe Münsters Aufholjagd begann. Über 8:8, 12:12 und 14:14 blieb Münster dran, doch mit dem Punkt von Mareike Hindiksen zum 15:14 kam die Wende. Aachen gab die Führung, die zwischenzeitlich fünf Punkte betrug, nicht mehr aus der Hand, auch wenn man zum Schlussdrei Matchbälle vergab, ehe bei 25:22 die Sirene ertönte.

„Das war eine starke Mannschaftsleistung. Die Mädels sind auch ruhig geblieben, als sie ins Hintertreffen gerieten, niemand ist in Panik geraten“, war van Hintum zufrieden, die ebenfalls in keiner Phase einen Bruch im Spiel befürchtet hatte. „Wir sind eine Mannschaft, das macht uns stark. Merrit ist erst diese Woche dazugestoßen, und sie ist gleich für Emily Thater in die Bresche gesprungen, die diesmal einen schwächeren Start erwischte“, verdeutlich die Trainerin. „Wir wissen um unsere Stärke, daher sind wir auch bei Rückständen ruhig geblieben.“ Jasper wurde hinterher zur besten Aachener Spielerin gewählt.

Ein besonderer Tag war es für Hindriksen: Nach neun Jahren lief sie wieder in der Bundesliga für die Ladies auf – und das gegen ihre EX-Klub Münster, für den sie in den vergangenen beiden Jahren gespielt hatte. „Die Situation, gegen den Ex-Klub zu spielen, hatte ich ja schon ein paar Mal. Es ist toll, die Mädels wiederzusehen, aber auf dem Platz blendet man das aus“, so Aachens Kapitänin. „Münster hat eine super junge, talentierte Mannschaft, die schwer auszurechnen ist, weil man nicht weiß, was für einen Tag sie erwischt.“ Mit dem ersten Heimspiel war sie zufrieden. „Ich glaube aber, im Aufschlag müssen wir noch mehr Druck machen. Wir haben heute gezielt aufgeschlagen, aber da muss noch mehr Druck kommen.“