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3:2-Sieg der „Ladies“ in Dresden: Im Glauben an sich selbst das Spiel umgebogen

3:2-Sieg der „Ladies“ in Dresden : Im Glauben an sich selbst das Spiel umgebogen

Die „Ladies in Black“ fahren in Dresden mit 3:2 den dritten Sieg im dritten Spiel ein. Besonders die kämpferische Leistung brachte viel Lob ein. Am Samstag erwartet der Aachener Volleyball-Bundesligist Straubing.

Um 6 Uhr erreichte der Bus am Donnerstagmorgen Aachen wieder. Doch Zeit zum Durchatmen blieb für Saskia van Hintum und ihre „Ladies in Black“ nicht, schließlich steht am Samstagabend schon das nächste Spiel an: Dann erwartet der Aachener Volleyball-Bundesligist um 18 Uhr NawaRo Straubing in der Halle Neuköllner Straße. Die Aachenerinnen können mit breiter Brust auflaufen, mit dem umkämpften 3:2 (16:25, 25:22, 22:25, 25:23, 15:12)-Erfolg beim Dresdener SC am Mittwochabend feierten sie den dritten Sieg im dritten Spiel.

„Die Mädels haben sehr gut gekämpft. Im Glauben an sich selbst haben sie im vierten Satz zum 2:2 ausgeglichen und dann ziemlich entschlossen im Tiebreak das Ding zu Ende gebracht“, freute sich Aachens Trainerin und schob schmunzelnd hinterher: „Mit einem Sieg im Gepäck ist so eine lange Rückfahrt deutlich angenehmer.“

Es war ein umkämpftes Spiel. Bis zum 8:8 war Satz eins offen, dann setzten sich die Gastgeberinnen, die auf ihre erfahrene Zuspielerin Mareen von Römer (Lungenentzündung) verzichten mussten, dank ihrer starken Feldabwehr mit fünf Punkten in Folge ab.

Mit zwei Auszeiten versuchte van Hintum ihre Frauen in die Spur zurückzubringen, doch mit 25:16 brachten die Dresdenerinnen, die in der Phase deutlich effektiver agierten, mit ihrer Angriffswucht den Satz klar durch. „Dresden hat gut agiert. Wir haben etwas Zeit gebraucht, uns darauf einzustellen“, so van Hintum. Dass Brie King statt von Römer agierte, sei kein Problem gewesen. „Wir wissen, wie King ihr Angriffsspiel aufzieht.“

Aachen zeigte sich unbeeindruckt, und bei 5:10 nahm Dresden, das auf einmal Abwehrprobleme zeigte, im zweiten Satz die erste Auszeit. „Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns auf den Gegner eingestellt, waren besser im Spiel und haben Dresden zu Fehlern gezwungen“, sagte van Hintum. Punkt um Punkt holten die Gastgeber bis zum 22:24 auf, dann machte – dank Dresdener Annahmeprobleme – Aachen entschlossen mit 25:22 den Sack zu.

Satz drei war nichts für schwache Nerven: „Das war absolut genau auf Augenhöhe“, unterstrich auch die niederländische Trainerin zufrieden. Dresden startete besser, doch Aachen fing sich rasch. Nach dem 10:10 glichen die beiden Mannschaften immer wieder aus, punkteten abwechselnd bis zum 19:19. „In dieser Phase haben wir sehr diszipliniert gespielt.“ Doch dann legte Dresden mit drei Zählern einen kleinen Zwischenspurt ein und gewann mit 25:22.

Der vierte Satz schien eine klare Angelegenheit zu werden. Nach dem 1:1 lag Dresden ständig in Front, bis Aachen zum 15:15 ausglich. Jeder Punkt war heiß umkämpft. Erneut gingen die Gastgeberinnen in Front, doch Marrit Jasper glich zum 21:21 aus, Dresden ließ nicht locker (22:22), doch drei Dresdener Fehler und ein Ball im Aus besiegelten das 23:25 für Dresden. „Wir haben gekämpft wie Sau“, kommentierte van Hintum strahlend. „Die Mädels haben die Überzeugung ausgestrahlt, dass sie das packen können. Da hat sich der Glaube an sie selbst besonders gezeigt.“

Nach der kämpferischen Top-Leistung gingen die Aachenerinnen mit einem psychologischen Vorteil in den Tiebreak. „Wir sind da ziemlich entschlossen aufgetreten“, hatte van Hintum wenig Zweifel am Ausgang des letzten Satzes. Nach dem 1:1 lagen sie ständig in Führung. Aachen fand die besseren Antworten auf die DSC-Angriffe. Dresden wehrte einen Matchball ab, den zweiten verwandelte Aachen zum 15:12. Als wertvollste Spielerin wurde Aachens Maja Storck ausgezeichnet, die mit 18 Punkten Top-Scorerin war.

So kann es weitergehen. Am Samstag kommt Straubing, das Stuttgart am Mittwoch 0:3 unterlag. „Es ist wieder ein neues, anderes Spiel. Wir werden uns gut vorbereiten“, hat van Hintum den Blick schon nach vorne gerichtet. „Gerade zu Hause wollen wir unser Spiel durchziehen und nachlegen.“ Vergangene Saison hatte Aachen Straubing zwei Mal mit 3:0 geschlagen.