Chancen nicht genutzt: Die Ladies unterliegen beim Tabellenführer mit 0:3

Chancen nicht genutzt : Die Ladies unterliegen beim Tabellenführer mit 0:3

„Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben gut im Block gestanden, aber wir haben nach guter Annahme nicht oft genug gepunktet“, konnte Trainerin Saskia van Hintum dem Auftritt ihrer Ladies in Black Aachen beim ungeschlagenen Tabellenführer MTV Stuttgart trotz des 0:3 (23:25, 20:25, 19:25) auch positive Seiten abgewinnen.

Tatsächlich hatte der Aachener Block die beiden Stuttgarter Topangreiferinnen Chrystal Rivers (28 Prozent Erfolgsquote) und Jana-Franziska Poll (31 Prozent) gut im Griff, und auch die Annahmewerte von Libera Kirsten Knip und den beiden Außenangreiferinnen Marrit Jasper und Nicole Oude Luttikhuis können sich durchaus sehen lassen. Aber, wenn es schon gelingt, den ersten Angriff einer Top-Mannschaft wie Stuttgart, die in der Bundesliga im 18. Spiel ihren 14. Sieg ohne Satzverlust einfuhr, abzuwehren, darf man ihr keine zweite Chance geben, wenn man einen überraschenden Erfolg einfahren will.

Tatsächlich stellten die Aacherinnen die von Pokal-Finale und Champions-League-Einsatz geschlauchten Gastgeberinnen vor 1682 Zuschauern vor allem im ersten Satz vor schwere Aufgaben. Die Ladies führten souverän 8:3 zur ersten technischen Auszeit, brachten Stuttgarts Trainer Giannis Athanasopoulos dazu, bei 9:13 aus seiner Sicht selbst eine Auszeit zu nehmen – und dann leisteten sich die Ladies einfach zu viele Fehler, um den Sack endgültig zuzumachen. Stuttgart glich zum 13:13 aus, zog auf drei Punkt Vorsprung davon, ließ sich auch durch den erneuten Aachener Ausgleich zum 22:22 nicht irritieren – und brachte den Satz doch noch nach Hause.

Unkonzentriertheiten

In der Folge waren es dann eher die kleinen Dinge, die Stuttgart zwei souveränere Satzgewinne sicherten. Neben den neun Aufschlagfehlern waren es solche Unkonzentriertheiten, wie sie Diagonalangreiferin Taylor Agost unterliefen: Die Amerikanerin spielte zwei Dankebälle ins eigene Netz statt sie in die gegnerische Hälfte zu befördern.

So führten die Aachenerinnen im letzten Durchgang zwar bei beiden technischen Auszeiten (8:7 und 16:15), doch dann nahm MTV-Trainer Athanasopoulos beim Stand von 21:19 für sein Team noch eine Auszeit – und seine Mannschaft machte im Anschluss die fehlenden vier Punkte zum Matchgewinn in Folge.

„Wir hätten gerne etwas Zählbares aus Stuttgart mitgenommen“, meinte van Hintum nach Spielende, „aber die kommenden drei Spiele werden für uns ausschlaggebend sein für die Platzierungen für die Play-offs“. Die Aachenerinnen empfangen noch Wiesbaden und Erfurt vor eigenem Publikum und reisen zur letzten Partie nach Münster.