Ladies in Black: Der grandiose Kampf wird nicht belohnt

Ladies in Black : Der grandiose Kampf wird nicht belohnt

Am Ende des Abends, nach rund 140 Minuten Spielzeit, stand die große Leere in vielen Gesichtern, bei den Fans, bei Betreuern und Trainern, aber auch bei den Spielerinnen der Ladies in Black.

Denn die Aachenerinnen hatten dem Dresdner SC zwar einen grandiosen Kampf geliefert, mussten aber nach dem Fünf-Satz-Sieg in der ersten Begegnung ihrerseits eine 2:3 (25:16, 22:25, 26:28, 14:16)-Niederlage hinnehmen. Am Samstag kommt es nun zum dritten und entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale in Dresden.

„Leider ja, so ist es“, war auch Aachens Trainerin Saskia van Hintum wenig erfreut über acht Stunden auf der Autobahn und fand in einer ersten Analyse auch den Grund für die äußerst knappe Niederlage. „Wir haben es nicht geschafft, genug Druck mit unseren Aufschlägen zu machen, dafür haben die Dresdnerinnen gut agiert.“

Dabei waren die Aachenerinnen vor 1221 Zuschauern im belgischen Maaseik furios in das Play-off-Rückspiel gestartet. Die Ladies lagen zu beiden technischen Auszeiten klar vorn, Dresdens Trainer Alex Waibl, der mit derselben Starting-Six wie im Hinspiel in die Partie gegangen war, hatte zu diesem Zeitpunkt schon die halbe Mannschaft ausgewechselt – mit wenig Erfolg. Aachen setzte sich auf 20:13 ab, und erst ein Aachener Aufschlagfehler be­scherte den Dresdnerinnen wieder einen Punkt. Doch Mittelblockerin
Christa DeGeest setzte mit einem Angriff durch die Mitte den Schlusspunkt.

In den zweiten Durchgang starteten die Dresdnerinnen mit deutlich mehr Biss, die Ladies verschliefen ein wenig den Auftakt und rannten den ganzen Satz über dem Rückstand hinterher. Aus dem 12:17 wurde ein 21:22, doch ein Aufschlagfehler von Kapitänin Lisa Gründing und ein weiterer von Denise Imoudu neigte die Waage zugunsten der Gäste. Dritter Satz, ein ähnliches Bild: Aachen konnte erst zum 16:16 ausgleichen, dann wechselten die Führungen bis zum 24:24, Aachen erkämpfte sich erneut einen Satzball – und leistete sich erneut einen verschlagenen Aufschlag durch Maja Storck. Die Gäste ließen sich nicht zweimal bitten, ein verschlagener Angriff von Marrit Jasper brachte Dresden das 28:26.

Doch die Ladies sind kein Team, das aufsteckt. Im Gegenteil: Der Block packte wieder entschlossener zu, Storck und Jasper setzten die Dresdener Defensive unter Druck, und Aachen erzwang nach einem Angriffsfehler des DSC den Tiebreak.

    Der begann wenig sportlich und unwürdig: Nach heftigen Protesten am Endes des vierten Satzes sah Dresden, schon mit Final Warning versehen, Rot und kassierte einen Punktabzug. Und weil sich auch die Spielerinnen lautstark darüber ärgerten, folgte ein weiterer Punkteabzug. Doch der Vorsprung reichte nicht. Das Spiel stand auf der Kippe – und die Dresdnerinnen hatten beim Stand von 14:14 das glücklichere Ende für sich: Marrit Jasper schlug ihr Service ins Netz, Katharina Schwabe sorgte
für das aus Aachener Sicht bittere Ende.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hoffnung bleibt trotz knapper Niederlage