Stuttgart besiegt die Ladies mit 3:0: Aachenerinnen sind chancenlos im ersten Play-off

Stuttgart besiegt die Ladies mit 3:0 : Aachenerinnen sind chancenlos im ersten Play-off

Die Ladies in Black Aachen hatten sich viel vorgenommen für dieses erste Play-off-Halbfinale gegen den MTV Stuttgart in der Serie „best of five“. Umsetzen konnte die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum davon allerdings wenig.

Der Hauptrunden-Erste war in allen Belangen das bessere Team und setzte sich vor 1638 Zuschauern verdient mit 3:0 (25:18, 25:14, 25:21) durch. „Die Niederlage war schon hart“, musste van Hintum nach gerade einmal 72 Minuten Spielzeit eingestehen. „Wir werden gut analysieren müssen, was wir gut gemacht haben und was wir verbessern können.“

Viel Zeit bleibt nicht bis zum Rückspiel am Sonntag (16 Uhr) in Maaseik, aber zumindest die Abteilung „gut gemacht“ wird nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, denn das Stuttgarter Trainerteam hatte mit den zehn gegen Dresden gespielten Sätzen der Ladies ganze Arbeit geleistet und die Stärken, vor allem aber die Schwächen des Aachener Spiels aufgedeckt.

So stellte Stuttgart beim Element Aufschlag/Annahme die Ladies vor riesige Probleme. Jodie Guilliams hatte sich der MTV als „Annahmeopfer“ ausgesucht, schlug konsequent auf die Belgierin auf, die 22 Mal gesucht wurde. Mit der Einwechslung von  Nicole Oude Luttikhuis wurde die Lage auf Aachener Seite etwas besser, doch da waren bereits fast zwei Sätze gespielt.

Die gleiche Situation beim Block, gegen Dresden eines der Prunkstücke des Aachener Spiels: Doch da die Ladies mit dem eigenen Aufschlag weniger Druck machen konnten als in den vorherigen Spielen, konnte Stuttgarts Zuspielerin ihre Angreiferinnen besser in Position bringen. Und da es in der Aachener Annahme hakte, hatte der Stuttgarter Block leichteres Spiel. Die Folge: Der Stuttgarter Block griff 13 Mal erfolgreich zu, die Aachenerinnen kamen im gesamten Match gerade einmal auf vier Blockpunkte.

Großes Durchwechseln

So kam es gegen Ende des zweiten Satzes, als Stuttgart fast uneinholbar zweistellig führte, zum großen Durchwechseln. Giannis Athanasopoulos gab seinen Leistungsträgerinnen ein Päuschen, Saskia van Hintum wechselte durch, um eine Formation zu finden, die dem Stuttgarter Druck standhalten konnte.

Und tatsächlich lief es mit Denise Imoudu, Maja Storck und Oude Luttikhuis besser, und die Ladies schnupperten zu Beginn zeitweise sogar am Satzgewinn. Die Ladies führten bei der ersten technischen Auszeit mit vier Punkten, doch die Aachener Hoffnungen machte Stuttgarts Diagonalangreiferin Krystal Rivers schnell zunichte, die nicht nur im Angriff Akzente setzte, sondern sich auch in der Blockarbeit auszeichnen konnte.

Stuttgart erwischte einen beeindruckenden Lauf, schaffte bei 10:10 den Ausgleich und hatte bis zur zweiten technischen Auszeit ein 12:4 hingelegt, das auch die aufopferungsvoll kämpfenden Libera Kirsten Knip nicht verhindern konnte.

Aachen gab immer noch nicht auf, hatte bei 17:19 die Chance, wieder bis auf einen Punkt heranzukommen, doch jetzt zeigte auch Stuttgart riesige Abwehr- und Kampfqualitäten, gab keinen Ball verloren und erarbeitete sich vier Matchbälle. Den zweiten vollendete Außenangreiferin Sarah Wilhite.

„In Maaseik wollten wir vor eigenem Publikum wieder mutig angreifen“, blickte van Hintum schnell auf Sonntag. „Wir müssen nur an uns glauben.“

Mehr von Aachener Zeitung