Aachen: „Ladies in Black“ schöpfen trotz der klaren Niederlage Mut

Aachen: „Ladies in Black“ schöpfen trotz der klaren Niederlage Mut

Glatt in drei Sätzen beim ungeschlagenen Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga verloren, auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Trotzdem machte der Auftritt der „Ladies in Black“ Aachen beim Schweriner SC, der vor 1920 Zuschauern mit 25:16, 25:18, 25:16 endete, Mut für die anstehenden lösbareren Aufgaben am Doppelspieltag in Köpenick und beim VCO Berlin.

„Glückwunsch an Schwerin. das verdient gewonnen hat und momentan das beste Team ist“, sagte Aachens Trainerin Saskia van Hintum.

Die Begegnung mit der Übermannschaft der laufenden Saison war aber keineswegs das befürchtete Abschlachten. Im Gegenteil: Die Aachenerinnen stellten das Team von Felix Koslowski — im „Nebenberuf“ Bundestrainer der Frauen — in allen drei Durchgängen bis weit in den Satz hinein vor knifflige Aufgaben. „Wir haben immer gut begonnen, konnten das Niveau aber nicht bis zum Ende durchhalten“, sagte van Hintum. So sah es auch Koslowski: „Zwar haben wir zu Beginn der Sätze immer etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen, aber danach haben meine Spielerinnen ihre Aufgaben souverän gelöst“, sagte er.

Die Gäste holten den allerersten Punkt der Begegnung, was eigentlich keiner besonderen Erwähnung wert wäre, wenn es nicht die Kooperation der beiden „Geburtstags-Ladies“ gewesen wäre. Auf Zuspiel von Kimmy Whitson versenkte Jeanine Stoeten den Ball im gegnerischen Feld, die nun 23-Jährige legte für die frischgebackene 25-Jährige auf, auch wenn die Party erst nach der Partie auf der Rückfahrt im Bus stattfand.

Doch damit nicht genug: Die „Ladies“ lagen auch noch bei der ersten technischen Auszeit vorn, hatten erst zur zweiten mit 13:16 das Nachsehen. Und dann war der Schweriner Schnellzug nicht mehr zu stoppen, beim Stand von 20:16 kam Denise Hanke an den Aufschlag und beendete mit fünf starken Services in Folge alle Hoffnungen auf ein knapperes Ergebnis. Im zweiten Durchgang legten die „Ladies“ erneut vor, Schwerin konnte erst zum 11:11 ausgleichen und Koslowski nutzte mit einem Doppelwechsel auf Zuspiel/Diagonal die große Breite seines Kaders, um den SSC auf die Siegerstraße zu bringen.

In Durchgang drei musste Schwerins Trainer bereits in der Frühphase des Satzes die erste Auszeit nehmen. Die „Ladies“ hatten vier Punkte in Folge vorgelegt. Wieder führten die Aachenerinnen zur ersten technischen Auszeit, erneut hatte Schwerin in der Folge seine stärkste Phase. Zur zweiten technischen Auszeit lagen die Gastgeberinnen dann mit vier Punkten vorn — und damit war die Begegnung so gut wie entschieden. Der SSC nutzte bereits den ersten Matchball nach 78 Minuten, um den fünften Ligasieg in Folge zu feiern. Den Aachenerinnen blieb, wie häufig in dieser Frühphase der Saison, nur das Lob des gegnerischen Trainers — und die Hoffnung auf zwei Erfolge am kommenden Wochenende.

Aachen: Whitson (Neuhaus), Adams, Stoeten (Polder), Baciu (Dowd), Daalderop (Oude Luttikuis), Kalinovskaya, Knip

(rom)