Aachen: „Ladies in Black“ haben die Play-offs weiter fest im Blick

Aachen: „Ladies in Black“ haben die Play-offs weiter fest im Blick

Die Zufriedenheit ist unüberhörbar: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, in den kritischen Phasen sind meine Spielerinnen ruhig geblieben und haben ihr Spiel durchgezogen“, beurteilte Saskia van Hintum, Trainerin der „Ladies in Black“ Aachen, den Auftritt ihres Teams beim VfB Suhl.

Und das Ergebnis spiegelt die Einschätzung der 47-Jährigen wider: Die Aachenerinnen setzten sich auswärts mit 3:0 (25:14, 25:21, 25:23) durch und kletterten auf Tabellenplatz fünf, da USC Münster mit 1:3 gegen Allianz MTV Stuttgart unterlag.

Zum Auftakt der 79-minütigen Begegnung zeigten die „Ladies“ gleich, dass sie sich vom zuletzt gezeigten Aufwärtstrend der Suhlerinnen wenig beeindrucken ließen. Aachen machte mit den Aufschlägen mächtig Druck auf die gegnerische Annahme, bei der zweiten technischen Auszeit stand es bereits 16:6 für die Gäste, die bis zum Satzende konsequent durchspielten.

Lediglich nach einer Suhler 5:1-Punkterallye nahm Aachens Trainerin beim Stand von 23:14 noch einmal eine Auszeit, und Nicole Oude Luttikhuis verwandelte nach einem Suhler Servicefehler zur 1:0-Satzführung.

„Es war nicht zu erwarten, dass wir diese herausragende Leistung auch im zweiten Durchgang auf den Platz bringen können“, sah van Hintum dann im folgenden Satz größere Gegenwehr der Thüringerinnen. Die „Ladies“ lagen zur ersten Auszeit mit 6:8 hinten, doch das größere Risiko bei den Aufschlägen, das Suhls Coach Mateusz Zarczynski seinen Spielerinnen verordnet hatte, sorgte auch für eine wesentlich höhere Fehlerquote.

So übernahmen die „Ladies“ bei 13:12 erstmals die Führung im zweiten Satz, hielten den knappen Vorsprung bis zum 22:21. Dann sorgte ein verschlagener Suhler Angriffsfehler und ein Block durch Kapitänin McKenzie Adams für die nächsten Satzbälle, bereits den ersten nutzte Tessa Polder mit einem Überkopf-Angriff zur beruhigenden und eigentlich vorentscheidenden 2:0-Führung.

„Doch dann ist es am Ende des dritten Satzes noch einmal eng geworden“, sah van Hintum ein enges Finish, nachdem ihre Mannschaft sich im Mittelteil schon eine 16:11-Führung erarbeitet hatte. Doch die Suhlerinnen kämpften sich Punkt um Punkt heran, verkürzten auf 18:21. Eine Aachener Auszeit brachte wieder Ruhe in die Begegnung, die „Ladies“ erarbeiteten sich schließlich drei Matchbälle.

Die ersten beiden wurden abgewehrt, doch dann sorgte ein Aufschlagfehler der Gastgeberinnen für die Entscheidung. „Wenn wir nur ein wenig mit dem Druck nachgelassen haben, hat man gesehen, dass auch Suhl gut spielen kann“, zog Aachens Trainerin das Spielfazit. „Für uns waren das drei eminent wichtige Punkte, um den Anschluss an die oberen Play-off-Plätze zu halten.“

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