Düren: Gevert sorgt für eine Sternstunde

Düren: Gevert sorgt für eine Sternstunde

Der Prinz und die Prinzessin machten dem Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys ihre Aufwartung. Die Partie gegen den TSV Herrsching durften sich die Tollität aber nicht ansehen. Die närrische Reise ging am Samstagabend weiter.

Und so verpassten Wimar und Ute eine Sternstunde des Dürener Volleyballs: Sebastian Gevert hämmerte beim 3:0-Sieg im zweiten Satz sieben Aufschläge in Folge über das Netz, die sieben Punkte bedeuteten. Fünf Asse waren unter ihnen. Und zwei weitere Aufschläge ließen die Herrschinger Annahmespezialisten so alt aussehen, dass auch diese Schwächen der Bayern die Hausherren vor 1000 Zuschauern zu Punkten nutzten.

Der Deutsch-Chilene führte die Powervolleys aus einem 9:10-Rückstand zur 16:10-Führung. Der Drops war in diesem Satz, in dem die Gäste zu Beginn von Dürener Fehlern profitiert hatten, gelutscht. Die Powervolleys sicherten sich diesen Satz mit 25:20 — am Ende so souverän, wie es Satz eins mit 25:15 gewonnen hatte und den dritten Abschnitt 25:18 für sich entschied.

Ein zufriedener Trainer

Dürens Coach Anton Brams war denn auch sehr zufrieden: „Wir wussten: Wenn wir ihre Annahme mit unseren Aufschlägen unter Druck setzen, dann bleibt ihrem Zuspieler Patrick Steuerwald nur der hohe Ball auf Daniel Malescha. Und den Diagonalangreifer hatten wir sehr gut im Griff.“

Die Gastgeber zogen also den Bayern vom Ammersee die Lederhosen aus. Und dies könnte man insofern wörtlich nehmen, weil die Gäste mit ihrer Sportkleidung eine Bereicherung für jedes Festzelt auf dem Oktoberfest wären: Das Trikot weißblau kariert dazu braune Hosenträgern und einerbraune „Lederhose“.

Gut, die Herrschinger Volleyballer hätten sich mit ihrem Outfit auch in den Dürener Karneval stürzen können. Das närrische Treiben hätte ihnen möglicherweise mehr Spaß bereitet, als in der Arena gegen die Powervolleys antreten zu müssen. Denn die Spieler des selbst ernannten „geilsten Clubs der Welt“ mussten ab der ersten technischen Auszeit die Überlegenheit der Hausherren anerkennen. Sie fanden keine Mittel — nicht gegen die gute Dürener Annahme, nicht gegen die Angriffe. Diagonalangreifer Gevert sowie die beiden Außenangreifer Dennis Barthel und Matthias Pompe stellten Block- und Feldabwehr der Bayern oft vor unlösbare Probleme.

Und diese Überlegenheit zog sich über das ganze Spiel hin — weil die Dürener auch in der Blockarbeit eine Klasse besser waren. Herrschings Diagonalangreifer Daniel Malescha wurde mehr als einmal der Zahn gezogen. Und so verschwand der Spaßfaktor im Spiel des TSV immer mehr. Und so betrieben die Gastgeber gegen immer hilfloser wirkende Bayern beste Werbung für den kommenden Mittwoch: Am 10\. Februar erwarten die Powervolleys den Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga, die Berlin Recycling Volleys. Um 18\.30 Uhr erfolgt der erste Aufschlag. Und Dürens Trainer Brams sagt: „Wir haben in der Bundesliga vier Spiele in Folge gewonnen. Wir sind bereit, Berlin anzupacken.“

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