Aachen: Gehen bei den „Ladies in Black“ die Lichter aus?

Aachen: Gehen bei den „Ladies in Black“ die Lichter aus?

Der Volleyball-Bundesligist hat am Freitagnachmittag beim Amtsgericht Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit als Folge der wirtschaftlichen Situation gestellt. „Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, einen seriösen und zukunftsweisenden Etat“ aufzustellen, erklärten die Verantwortlichen.

„Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Dr. Frank Schidlowski, Vorsitzender des PTSV Aachen, Mutterverein der Profi-Volleyballerinnen. Gescheitert ist das Projekt „Erstliga-Volleyball made in Aachen“ im Endeffekt an fehlenden 160.000 Euro. Damit ist die Deckungslücke aus dem Vorjahr, die noch bei 265.000 Euro lag, zwar deutlich reduziert worden, konnte aber nicht komplett geschlossen werden. „Und ein Szenario wie in der Vorsaison wollen wir auf keinen Fall wiederholen“, erinnert Schidlowski an den Dezember des vergangenen Jahres, als nur durch Sponsorengelder und Fanspenden die Saison zu Ende gespielt werden konnte.

Ursächlich für die finanziellen Probleme sei, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht im gleichen Maß mit den sportlichen Erfolgen gewachsen seien und die Anforderungen durch den Masterplan der Volleyball-Bundesliga immer höhere Investitionen in die Infrastruktur notwendig gemacht hätten. Geld, das für den Sportetat fehlte. Spielerinnen und Sponsoren wurden umgehend informiert. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde vom Amtsgerichts Professor Martin Dreschers bestellt.