Düren: Evivo im Pokal weiter: Jetzt gegen den VfB

Düren: Evivo im Pokal weiter: Jetzt gegen den VfB

Christian Dünnes gegen den SCC Berlin. So hieß das unglaublich spannende Duell am Sonntagabend in der Arena Kreis Düren. Dünnes und seine Mitspieler haben gewonnen und stehen im Halbfinale.

Mit 3:2 (16:25, 25:20, 31:29, 18:25, 15:13) behielt Düren die Oberhand. Nicht, weil Evivo die bessere Mannschaft war. „Das war eine Frage von Willen. Hier hat die Mannschaft gewonnen, die das mehr gewollt hat”, sagte Co-Trainer Björn-Arne Alber nach dem Krimi, der die 1400 Zuschauer in der Arena über zwei Stunden elektrisiert hat. Jetzt empfängt Evivo am 30. Dezember um 19.30 Uhr den VfB Friedrichshafen.

Mann des Spiels war eindeutig Christian Dünnes, der 81 Bälle angriff. Der Rückkehrer aus Italien trug die Mannschaft im Angriff fast im Alleingang auf seinen breiten Schultern und sorgte im fünften Satz für die Entscheidung.

Zum 13:11 schlug er erst stark auf, verteidigte anschließend den Berliner Angriff und hämmerte den Ball anschließend in das Feld der Gäste um die Ex-Dürener Malte Holschen und Jaroslav Skach.

Beim Matchball ein ähnliches Bild: Dünnes griff an, das Spiel war gewonnen!

„Christian ist für uns extremst wichtig. Er nimmt viel Verantwortung auf sich und nimmt damit den Druck von uns jungen Spielern”, sagte Abwehrchef Fabian Kohl, der zudem von einem „Wahnsinns-Spiel” sprach.

Dabei waren die Vorzeichen denkbar ungünstig. Denn das sowieso schon große Verletzungpech der Dürener wurde nach dem ersten Satz noch einmal größer. Ren Reinaerts plagte sich mit einem schmerzenden Sprunggelenk herum und musste vom Feld.

Nach Mayer und Niklas Rademacher musste mit Reinaerts also der dritte Außenangreifer passen. Für ihn kam der junge Nikolai Kracht, der bisher erst wenige Minuten Bundesliga-Erfahrung auf seinem Spielkonto hatte. Doch der 20-Jährige machte seine Sache überaus gut, hielt die Annahme.

„Das war bisher der Höhepunkt in meiner Karriere”, erzählte der Neuzugang nach dem Spiel mit etwas blassem Gesichtsausdruck. „Einfach Wahnsinn”, wiederholte er Kohls Worte.

Kanadier kommt

Unterdessen wurde bekannt, dass Düren sich noch einmal verstärken wird. Der Verein und der Kanadier Tim Gourlay sind sich einig. Gourlay wird nach Weihnachten zur Mannschaft stoßen und soll versuchen, das ernome Verletzungspech im Außenangriff zu kompensieren.

„Er ist sehr sicher in Annahme und Abwehr”, schilderte Trainer Sven Anton die Vorzüge des kanadischen Nationalspielers. Er soll Alexander Mayer ersetzen, der am Mittwoch mit Verdacht auf Anriss der oberen Bizepssehne operiert wird. Bestätigt sich der Verdacht, dann ist sehr fraglich, ob Pechvogel Mayer in dieser Saison noch einmal zurückkommt.

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