Düren: Evivo hat 2012 viele richtungweisende Spiele

Düren: Evivo hat 2012 viele richtungweisende Spiele

Dass die Volleyballer von Evivo Düren sich im Dezember gesteigert haben, war auf dem Spielfeld nicht zu übersehen. Das tiefe Loch, in das die junge Mannschaft im November gefallen war, scheint überwunden.

Im neuen Jahr geht es für die Bundesliga-Volleyballer von der Rur darum, das neu erarbeitete Niveau nachhaltig unter Beweis zu stellen; nämlich in der Tabelle. Vier Siege und sieben Niederlagen bisher lassen die Mannschaft hinter dem Fahrplan zurückliegen. Nur aufgrund des besseren Satzverhältnisses steht Düren auf Rang sieben. „Zwei Spiele mehr hätten wir schon gewinnen sollen”, schätzte Trainer Söhnke Hinz den Rückstand ein. Dann wäre Düren Fünfter.

Neun Spiele stehen bis zum Ende der Normalrunde noch an. Fünf davon muss Düren gewinnen, um einen Mittelfeldplatz sicher zu haben, sechs, um im Viertelfinale den Top-Favoriten aus Unterhaching und Friedrichshafen aus dem Weg zu gehen. Mit sieben Erfolgen würde sogar das Halbfinale in greifbare Nähe rücken. Ein schweres Unterfangen. Denn Düren tritt fünf Mal auswärts an.

Und das ausgerechnet bei den Mannschaften, gegen die Evivo die schmerzlichen Heimniederlagen kassiert hat. Jetzt schon ist absehbar, dass die Partien in Bühl, Gotha und bei den Netzhoppers Schlüsselspiele sein werden. „Ich mache mir da eigentlich wenig Sorgen. Bisher haben wir die meisten Punkte auswärts eingespielt”, sagte Hinz. Diese Tugend muss Düren dringend beibehalten, wenn es etwas werden soll mit der starken zweiten Saisonhälfte. Und Evivo muss ganz dringend mehr zu Hause gewinnen.

Nicht nur, um das Publikum wieder zu begeistern. In der Arena Kreis Düren zu Gast sind am Mittwoch der CV Mitteldeutschland, danach kommen noch Friedrichshafen, Moers und Bottrop. Die Partien gegen Friedrichshafen und Bottrop sind vorhersehbar. Gegen Erstere ist ein Sieg derzeit unwahrscheinlich, gegen Letztere eine Niederlage.

Mit Druck umgehen

Will Evivo in der Tabelle noch einmal nach oben schauen, dann muss die Mannschaft nicht nur auswärts bestehen, sondern zu Hause in jedem Fall Mitteldeutschland und nach Möglichkeit auch Moers schlagen. Der Druck am kommenden Mittwoch ist wieder hoch, wenn die Mitteldeutschen zu Gast sind. „Das Spiel müssen wir gewinnen”, so Hinz kurz und knapp. Der Gegner ist der Vorletzte. Düren würde den Abstand vergrößern und sich im Mittelfeld festsetzen. Im Falle einer Niederlage ergibt sich eine eindeutige Tendenz: Mehr als die untere Tabellenhälfte ist dann für den Rest der Saison unwahrscheinlich.

Das junge Team muss also zeigen, ob es mittlerweile mit dem Druck, gewinnen zu müssen, umgehen kann. Im November war Evivo an dieser Hürde gescheitert. Der Fortschritt muss sich im neuen Jahr zeigen; auf dem Spielfeld und in der Tabelle.