Düren: Evivo: Gelingt am Mittwoch endlich der dritte Sieg?

Düren: Evivo: Gelingt am Mittwoch endlich der dritte Sieg?

Saisonziele? Diese Frage stellen sich die Bundesliga-Volleyballer von Evivo Düren dieser Tage gar nicht. Die Spieler sollen in der kleinstmöglichen zeitlichen Einheit eines Volleyballers denken: von Ball zu Ball.

Die Denkweise soll beim nächsten Kellerduell gegen den EnBW TV Rottenburg heute Abend (19.30 Uhr) in der Arena Kreis Düren zum ersten Heimsieg und vor allem zu dem so bitter benötigten Erfolgserlebnis führen.

Ball für Ball - daran hat die Mannschaft in den vergangenen Tagen gearbeitet. Der Grund für die Taktik der ganz kleinen Schritte ist nicht nur der weite Rückstand auf die ursprünglich gesteckten Saisonziele. Mit der Denkweise wollen Trainer Söhnke Hinz und die Spieler verhindern, dass das gesamte Team wieder in das fatale Muster der vergangenen Wochen zurück fällt.

Leichte Fehler

Düren spielte gut, macht dann zwei, drei leichte Fehler und war verloren. „Dann denkt jeder wieder direkt an die Spiele zuvor, in denen es genau so gelaufen ist”, beschrieb Hinz jetzt die Negativ-Spirale nicht zum ersten Mal. Da soll die Ball-für-Ball-Denkweise greifen. Sie ist keinesfalls neu, sondern vermutlich fast genau so alt wie das älteste Ballspiel der Welt.

„Die Jungs müssen lernen, denn Ball davor zu vergessen. Nur der nächste zählt”, sprach der Trainer vom Ziel der Arbeit, die in den vergangenen Tagen und Wochen auf mentaler Ebene gemacht wurde. Ab morgen arbeitet Evivo mit einem professionellen Mental-Trainer zusammen.

„Heute müssen wir da noch alleine durch”, so Kapitän Jaromir Zachrich. Der 26-Jährige schilderte, welch einen großen Sprung nach vorne das Team machen würde, wenn heute ein Sieg gelingen würde. „Wir arbeiten im Training wirklich sehr gut. Und deswegen bin ich davon überzeugt, dass der Sieg gelingt”, sagte Zachrich.

Das Trainerteam hat analysiert, in welchen Situationen welcher Spieler welche Probleme hat. Genau diese Situationen haben Hinz und Co-Trainer Björn-Arne Alber immer wieder simuliert.

Im Training meistert das junge Team seine Problemzonen. „Aber wir machen erst dann Fortschritte, wenn wir das auch im folgenden Wettkampf umsetzen können”, machte Söhnke Hinz deutlich, dass der Beweis des Fortschritts noch aussteht.

Dieser Fortschritt ist ein großer Schritt, den die Mannschaft machen muss. Denn ein Großteil der Spieler war noch nicht in der Situation, dass der Druck hoch ist, weil es nicht läuft und sie diejenigen sind, die das Team aus dem Sumpf ziehen müssen.

Druck ist reichlich da. Zum einen, weil endlich der überfällige erste Heimsieg her muss. Und dann, weil der Rückstand auf das untere Mittelfeld im Fall einer Niederlage schlicht zu groß werden würde. Mit anderen Worten: Dann wäre nicht nur der ursprünglich angepeilte vierte Platz weit weg.

Düren hätte dann auch die hohe Bürde von vier Punkten Rückstand auf Platz acht, den letzten Playoff-Platz. „Wir müssen gewinnen. ganz einfach”, konnte auch Zachrich nicht abstreiten, dass die Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht.

Der 26-Jährige rechnet heute mit einer guten Reaktion seiner Mannschaft. Zumal die Einstellung innerhalb des Teams richtig sei. „Uns kann wirklich keiner vorwerfen, dass wir nicht wollen.”

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