Aachen: Erste Auswärtsaufgabe für die „Ladies“

Aachen: Erste Auswärtsaufgabe für die „Ladies“

Eigentlich müsste der erste Auswärtsauftritt der „Ladies in Black“ Aachen in der Volleyball-Bundesliga live im niederländischen Fernsehen übertragen werden: Aachens Trainerin Saskia van Hintum, ihr „Co“ Erik Reitsma und fast die Hälfte des Aachener Kaders stammen aus dem Nachbarland und treffen am Samstagabend (18 Uhr) auf den Suhler Coach Han Abbing und Außenangreiferin Marrit Jasper.

Der VfB hat der Partie schon das Etikett „Hollandgipfel“ umgehängt. Für van Hintums junges Team dürfte es aber ungleich wichtiger sein — nach dem Saisonauftakt gegen Erfurt, der offenbarte, dass noch einiges an Arbeit ansteht, und der gelungenen Revanche gegen den selben Gegner, der zeigte, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt — den Schwung und den Kampfgeist auch in die nächste Begegnung mitzunehmen.

Anders als die Aachenerinnen, können die Spielerinnen des VfB Suhl noch keinen Erfolg nachweisen, haben aber bei beiden Niederlagen — 0:3 in der Meisterschaft beim Dresdner SC und 1:3 im Pokal gegen den SC Potsdam um die frühere Aachener Mittelblockerin Ivona Svobodnikova — gute Ansätze gezeigt. Zwei Sätze gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Sachsen gingen knapp verloren gegen Potsdam verbuchten die australische Mittelblockerin Beth Carey und Kapitänin Claudia Steger auf Außen gute Quoten, während die Werte in der Annahme zu wünschen ließen.

Genau in diesem Bereich zeigten sich die „Ladies“ am Mittwoch deutlich verbessert — und haben für ihren ersten Auswärtsauftritt noch eine zusätzliche Option für Annahme und Außenangriff in petto: Die Arbeitserlaubnis für die erfahrene Texanerin McKenzie Adams liegt mittlerweile vor. Die 24-Jährige, die erst eine Woche vor dem Saisonstart zur Mannschaft gestoßen ist, könnte also die Annahme stabilisieren. „Endlich sind wir komplett und können unser Ding durchziehen“, freute sich auch Trainerin Saskia van Hintum.

Beeindruckend war (nicht nur) in der Pokalpartie, wie unbekümmert Frauke Neuhaus ins Team kommt, wenn die etatmäßige Diagonalangreiferin Ioana Baciu ausgepowert oder durch den Gegner ausgeguckt ist, und in kurzer Zeit wichtige Punkte zum Gesamtergebnis beisteuert. „Sie löst ihre Aufgabe voller Selbstvertrauen. Ich mache mir keine Sorgen, wenn eine unserer Spielerinnen mal schwächelt. Ich kann jederzeit jede einwechseln, das macht uns für den Gegner schwerer ausrechenbar.“

(rom)