Düren: Berlin soll eine Reise wert sein für Powervolleys

Düren: Berlin soll eine Reise wert sein für Powervolleys

Die ersten Partien der SWD Powervolleys in diesem Jahr stellen gleich Härtetests da, nach 18 Tagen Spielpause werden die Bundesliga-Spieler mit schweren Brocken konfrontiert: Am morgigen Sonntag treten sie beim Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys an, zwei Tage später bestreiten sie ihr Viertelfinal-Hinspiel im CEV-Pokal bei Ziraat Bankasi Ankara.

„Die 18 Tage ohne ein Pflichtspiel haben den Spielern gut getan“, sagt Trainer Stefan Falter. Die Pause sei notnwenig gewesen, „weil wir zum Ende der Hinrunde doch auf der letzten Rille liefen.“ Die Spieler konnten mental und physisch neue Kraft tanken, nach Wiederbeginn des Trainings am 3. Januar zeigte sich dieser Energieschub in vermehrter Spiel und Trainingsfreude.

Bevor die Powervolleys in alter Frische aber wieder den Ball in die Hand nahmen, absolvierten sie in der Trainingshalle von Bernd Virnich einige Sprint- und Reaktionstests. Der Trainer war zufrieden ob der Leistungen seiner Schützlinge. Und auch ob der Darbietungen seiner Spieler in den koordinativen Übungen, mit denen er die ersten Einheiten bestritt. Komplexer bis hin zu den Trainingspartien Sechs gegen Sechs wurde es dann nach ein paar Tagen.

Obwohl die Pause den Aktiven gut getan hat, hatte sie doch einen Nachteil: Die SWD Powervolleys kamen aus ihrem Spielrhythmus. Die anderen Bundesligisten blieben in ihm — so auch die Spieler des Meisters. Die absolvierten mit der Begegnung bei Schlusslicht Solingen eine mehr oder weniger lockere Trainingseinheit, in der sie ihre Feinheiten weiter konservieren oder verbessern konnten.

„Es war unser Ziel, in dieser Woche wieder unsere Feinabstimmung zu perfektionieren“, erklärte Falter. Wie weit den Rheinländern dies gelungen ist, wird sich Sonntag ab 16 Uhr zeigen. Sie müssen schon ihre Bestleistung abrufen, um in der Hauptstadt bestehen zu können: „Die Berliner sind immer besser ins Rollen gekommen“, betonte der Coach, der auch beim Meister nichts vom Olympischen Motto des „Dabeiseins ist alles“ hält: „Wir wollen schon was mitnehmen!“

Folglich gilt: Die Dürener müssen versuchen, die Hausherren zu Lösungen zu zwingen, die sie nicht auf dem Schirm haben. „Wenn uns dies nicht gelingt, dann brauchen die Berliner angesichts ihrer individuellen Größe und ihrer spielerischen Klasse eigentlich nur ihren Stiefel runterzuspielen, um zu gewinnen. Und das wollen wir eben nicht.“ Alle zwölf Dürener Spieler werden zwar mit nach Berlin reisen, Diagonalangreifer Edvarts Buivids und Außennangreifer Romans Sauss sind aber etwas angeschlagen.

Von Berlin aus geht es im Übrigen per Flugzeug über Istanbul zum CEV-Pokalspiel bei Ziraat Bankasi Ankara. Die Partie wird aber nicht in der türkischen Hauptstadt ausgetragen, sondern in Konya, rund 260 Kilometer von Ankara entfernt.

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