Aachen: Am Ende fehlt den „Ladies“ ein einziger Punkt

Aachen : Am Ende fehlt den „Ladies“ ein einziger Punkt

Das letzte Aufbäumen des VC Wiesbaden war dann doch nicht mehr zu überwinden für die „Ladies in Black“ Aachen in der letzten Begegnung in der Volleyball-Bundesliga vor dem Weihnachtsfest.

Bei der 2:3-Niederlage (19:25, 20:25, 25:17, 25:19, 11:15) beim Tabellenfünften zog die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum zwar den Kürzeren, egalisierte aber erstmals in dieser Saison einen Zwei-Satz-Rückstand. Nach knapp zweistündiger Spielzeit waren die Gastgeberinnen vor 1586 um einen einzigen Punkt besser.

Nicht mehr im Kader war Zuspielerin Kimmy Whitson, die ihren Platz für Winterzugang Femke Stoltenborg räumen muss — einvernehmlich vereinbarten die US-Amerikanerin und der Klub, einen neuen Verein zu suchen. Doch auch Kapitänin Lindsay Dowd dürfte die Veränderungen deutlich spüren: Stoltenborg, die bereits vor drei Jahren das Aachener Spiel dirigierte, spielte komplett durch — und setzte die Angreiferinnen der „Ladies“ deutlich effektiver in Szene.

Zählbares sprang dabei in den ersten beiden Durchgängen allerdings noch nicht heraus: Wiesbaden setzte die „Ladies“ im ersten Satz früh unter Druck, zog bis zur ersten technischen Auszeit auf drei Punkte Vorsprung weg. Diesem Rückstand liefen die Aachenerinnen lange vergeblich hinterher, ohne ihn verkürzen zu können. Nach der zweiten technischen Auszeit zog der Tabellenfünfte davon, doch das Ergebnis fiel mit 25:19 dennoch zu deutlich aus.

Durchgang zwei begann dann mit umgekehrten Vorzeichen: Die „Ladies“ gingen in Führung, beim Stand von 15:15 entwickelte sich ein zähes Ringen auf Augenhöhe. Der VCW blockte zwei Aachener Angriffe, erarbeitete sich einen Vorsprung, und die Ex-Aachenerin Simona Kosova sorgte mit einem Aufschlagpunkt für die Zwei-Satz Führung.

Unsicherheiten ausgenutzt

Doch dann drehten die „Ladies“ nach der Zehn-Minuten-Pause furios auf, auf Wiesbadener Seite waren plötzlich Unsicherheiten im Spiel, die Femke Stoltenborg nutzte, um ein ums andere um Mal die Angriffsschläge auf dem Silbertablett zu präsentieren. Aachens Angreiferinnen erreichten eine Erfolgsquote von 40 Prozent und noch deutlich darüber. Wiesbaden musste Satz drei ebenso klar abgeben wie den vierten Durchgang, als Stoltenborg selbst mit einer starken Aufschlagserie für einen beruhigenden Vorsprung sorgte.

Der folgende Tiebreak war lange hart umkämpft, erst VCW-Kapitänin Karolina Bednarova sorgte mit einem Aufschlagpunkt zum 12:9 für die Vorentscheidung. Ein verschlagener Angriff von Aachens Frauke Neuhaus beendete die Partie. „Am Ende waren unsere Aufschläge zu einfach, und wir haben einige Fehler zu viel gemacht“, bewertete Aachens Trainerin den Auftritt ihrer Mannschaft im Tiebreak.

Aachen: Stoltenborg, Oude Luttikhuis (Adams), Stoeten, Baciu (Neuhaus), Daalderop, Kalinovskaya, Knip