Aachen: Volleyball: „Ladies“ kehren mit leeren Händen zurück

Aachen : Volleyball: „Ladies“ kehren mit leeren Händen zurück

Da hatten sich die „Ladies in Black“ Aachen einiges vorgenommen für ihren Auftritt beim Tabellennachbarn Dresdner SC. Doch nach nur 76 Spielminuten stand vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Margon-Arena fest, dass es immer noch einen Klassenunterschied zwischen den drei Topmannschaften der Liga mit Stuttgart, Schwerin und Dresden und den restlichen sieben Teams gibt, die von den Aachenerinnen angeführt werden.

Die Mannschaft von „Ladies“-Trainerin Saskia van Hintum musste sich 0:3 (21:25, 16:25, 20:25) geschlagen geben. „Wichtig war, dass wir das Spiel gewonnen haben. Man hat phasenweise gemerkt, dass wir an der Niederlage gegen Schwerin noch zu knabbern hatten“, gab sich Dresdens Trainer Alex Waibl dennoch erleichtert.

Auf Aachener Seite fehlte schmerzlich die angeschlagene Mittelblockerin Jeanine Stoeten, aber vor allem Mut und Selbstvertrauen, um den Dresdnerinnen allzu große Probleme zu bereiten. Die Angreiferinnen erreichten mit ihren Attacken Quoten, die kaum dafür geeignet waren, die gegnerische Mannschaft in Verlegenheit zu bringen: Kapitänin McKenzie Adams, nach der Partie als wertvollste Spielerin auf Aachener Seite ausgezeichnet, war mit neun Punkten aus 23 Versuchen (39 Prozent) noch die mit Abstand erfolgreichste.

Zum Auftakt gingen die Aachenerinnen in Führung, doch drei verschlagene Angriffe in Folge brachten die Dresdnerinnen zur ersten technischen Auszeit eine 8:5-Führung ein. Dennoch kämpften sich die „Ladies“ noch einmal heran, lagen bei der zweiten technischen Auszeit nur noch mit einem Punkt in Rückstand und konnten sogar zum 16:16 ausgleichen. Libera Kirsten Knip leistete in der Feldabwehr Schwerstarbeit, dennoch setzten sich die Gastgeberinnen kontinuierlich ab und brachten die Satzführung nach Hause.

Neun DSC-Servicefehler

Im zweiten Durchgang hatten die DSC-Spielerinnen dann deutlich weniger Probleme, ihr Spiel durchzusetzen, offensichtlich hatte die 0:3-Niederlage in Schwerin ihre Spuren hinterlassen. Obwohl sich Dresden im Spiel gegen Aachen neun Servicefehler leistete, ging das Team von Alex Waibl vorentscheidend mit 16:10 in Führung und hielt diesen komfortablen Vorsprung bis zum Ende des zweiten Durchgangs.

Den dritten Satz hielten die „Ladies“ bis zum Stand von 9:9 offen, doch dann schalteten die Dresdner Spielerinnen einfach einen Gang hoch. Beim Stand von 20:16 fing Dresdens Coach an, durchzuwechseln, die eingewechselte Marrit Jasper servierte sogar zum 22:17 ein Ass, die Partie war entschieden.

Da sich Wiesbaden gegen Vilsbiburg im Tiebreak durchsetzte und gegen den VCO Berlin in drei Sätzen gewann, rutschten die „Ladies“ vor dem eigenen doppelten Heimspiel-Wochenende auf Tabellenplatz fünf ab.

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