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Jülich: Versunken im Mittelmaß

Jülich : Versunken im Mittelmaß

Ordentlich gespielt, aber unter dem Strich glücklos: Tischtennis-Bundesligist SIG Combibloc Jülich/Hoengen verlor gegen den SV Plüderhausen mit 3:6.

Die Schwaben bleiben im Rennen um die Play-offs, für die Gastgeber geht es nur noch darum, die Saison schmerzfrei zu beenden.

Jülich/Hoengen musste am Sonntag ohne Tomasz Krzeszewski (Bandscheibenvorfall), Plüderhausen ohne Jörgen Persson auskommen, der augenblicklich in der japanischen Turnierserie beschäftigt ist. Aber die Partie litt nicht unter der Abwesenheit der beiden Top-Leute der Klubs.

Die Knackpunkte aus Sicht der Hausherren waren die Niederlagen des Doppels Lars Hielscher/Thomas Keinath gegen Yang Jianhua/Aleksandar Karakasevic und Hielscher gegen seinen Trinko Keen jeweils in fünf Sätzen.

Vor 515 Zuschauern spielte sich in der Nordhalle fast schon ein sportliches Drama ab. Jan-Ove Waldner, die Verkörperung des modernen Tischtennis, ist in der Bundesliga überfordert. Der Schwede, der im Oktober 40 wird und seit 24 Jahren der Weltelite seinen Stempel aufdrückt, versinkt im Mittelmaß.

Gegen Marek Klasek verlor Waldner in drei Sätzen, gegen Lars Hielscher gab er im zweiten Satz auf. Rückenprobleme beendeten die Demütigung der Tischtennislegende vorzeitig. In der Bundesliga ist der Schwede kaum noch sein Geld wert.