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Mooloolaba: Triathlon: Stienens Kampf am anderen Ende der Welt

Mooloolaba : Triathlon: Stienens Kampf am anderen Ende der Welt

Am anderen Ende der Welt werden am Wochenende die Ironman 70.3 Weltmeisterschaften ausgetragen. 3000 qualifizierte Athleten werden dabei 1,9 Kilometer im Pazifik schwimmen, 90 Kilometer durch das australische Hinterland fahren und 21,1 Kilometer am Strand von Mooloolaba laufen. Mit dabei in der Profikategorie ist Astrid Stienen aus Herzogenrath.

Die Kinderärztin aus dem Aachener Klinikum sicherte sich als 21. der Weltrangliste einen der 35 begehrten Profi-Startplätze, mit hervorragenden Platzierungen bei verschiedenen Ironman 70.3 Rennen rund um den Globus. Unter anderem wurde sie Zweite beim Ironman 70.3 Südafrika und Dritte beim „Heimrennen“ in Deutschland, dem Ironman 70.3 Kraichgau.

Bereits zehn Tage vor dem Rennen reiste Stienen mit ihrem Mann Christian Decker an, um sich vor Ort an Klima und die Strecke zu gewöhnen. Diese Zeit verbringt sie bei Glen und Allison Hamblin, welche als Gastfamilie nicht nur Land und Leute näher bringen, sondern auch für beste Trainingsbedingungen sorgen.

Kurze, aber intensive Belastung

Zusammen mit Melissa Hausschildt, zweimaliger Weltmeisterin über diese Distanz, bereitet sich die Herzogenratherin auf das Rennen vor. Die letzten langen Trainingseinheiten hat die ehemalige Altersklassen-Weltmeisterin nun hinter sich gebracht und wird die letzten Tage vor dem Rennen damit verbinden, den Körper mit kürzeren, aber dafür intensiveren Einheiten auf die harte Belastung am Sonntag vorzubereiten. Tipps von ortsansässigen Profis wie Belinda Granger oder Hawaii-Sieger Pete Jacobs bekommt sie dabei jederzeit.

„Die Menschen hier in Australien sind unglaublich freundlich und offen. Man hat nie das Gefühl fremd zu sein und wird sehr gut aufgenommen“, zeigte sich Astrid Stienen begeistert. Die Trainingsmöglichkeiten stehen dem in gar nichts hinterher, und so ist hier beispielsweise jedes Schwimmbad komplett geleint und um Längen besser organisiert als in Deutschland oder insbesondere auch Aachen.

„Die Leistungsdichte hier ist einfach Wahnsinn, aber bei diesen Bedingungen kein Wunder. Wenn man sich in Deutschland über die Medaillenausbeute bei Olympia in einigen Sportarten gewundert hat, kann ich den Verantwortlichen nur den Tipp geben, sich einmal in Australien umzuschauen“, strahlt die begeisterte Sportlerin.

Livestream am Samstagabend

Dieses Strahlen wird sie als ihr Markenzeichen auch wieder mit in das WM-Rennen am Sonntag nehmen. Interessierte können es als Livestream im Internet am Samstag ab 22.20 Uhr deutscher Zeit auf www.ironman.com verfolgen.