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Aachen: Tilo Busch zieht für 19. Aachener ATP positive Bilanz

Aachen : Tilo Busch zieht für 19. Aachener ATP positive Bilanz

Langsam ist die größte Last von den Schultern von Turnierdirektor Tilo Busch abgefallen: Am Samstag, 14. November, und dem Finaltag Sonntag, 15. November, stehen noch fünf Partien aus, 41 von 46 Begegnungen bei der 19. Auflage des Aachener ATP-Turniers sind gespielt.

Erstmals in der Geschichte des Aachener Challengers ist das Turnier im Jahreskalender eine Woche nach hinten gewandert. Eine kleine Änderung, die sich allerdings sowohl auf die Zuschauerzahlen als auch auf das Teilnehmerfeld niedergeschlagen hat.

„Mit dem Teilnehmerfeld bin ich in diesem Jahr nicht unbedingt glücklich”, gesteht der 46-Jährige ein. Die großen, zugkräftigen Namen hätten gefehlt. „Unser Turnier liegt am Ende der Saison, daran kann man nichts machen”, meint Busch.

Rainer Schüttler sei nach seinem absolvierten Riesenprogramm erst einmal in Urlaub gefahren, Nicolas Kiefer laboriere noch an einer Verletzung. Das muss man so hinnehmen als Turnierdirektor, meint Busch, der sich eigentlich nur über einen fehlenden Namen in der Spielerliste ärgert: „Florian Mayer startet gerade bei einem ähnlichen Challenger in England. Den hätte ich als Spieler von TK Kurhaus schon gerne hier am Brüsseler Ring gesehen.”

Für die junge Garde des deutschen Tennis lag darin aber auch zugleich die Chance, in Aachen kräftig mit den Hufen zu scharren. Dominik Schulz, Nils Langer und Sebastian Rieschick wurden mit Wildcards ausgestattet, Daniel Brands - im Turnier an Nummer drei gesetzt - hat gezeigt „wie viel Potenzial er noch hat”, meint Busch auch zufrieden darüber, dass sich bis auf den Österreicher Stefan Koubek, der gegen den Jamaikaner Dustin Brown ausschied, alle Gesetzten in den Vorrundenspielen behauptet haben.

Unabhängig vom Teilnehmerfeld, hatte die Verschiebung auch Einfluss auf den Zuschauerzuspruch. Einfacher Grund: „Dadurch, dass wir eine Woche nach hinten gerutscht sind, fehlen uns der Feiertag Allerheiligen und der Abend davor, wo die Leute auch einfach mehr Zeit haben”, meint Busch.

Auf seine persönlichen Favoriten angesprochen, muss Tilo Busch nicht lange nachdenken. „Daniel Brands ist in der vergangenen Woche in Eckental als Turniersieger vom Platz gegangen und hat nun bereits sieben Spiele in Folge gewonnen”, benennt Busch seinen deutschen Geheimtip, „und Steve Darcis macht einen total lockeren Eindruck und hat seine beiden Vorrundenspiele gegen gute Gegner überzeugend gewonnen”, legt sich Tilo Busch fest.

Zumindest für das Halbfinale hat der Aachener Turnierdirektor damit eine „Experten-Bank” getippt: Der 25-jährige Belgier, Weltranglisten-Position 98, und der 1,96-Meter-Mann aus Deggensdorf standen sich am Freitagabend im Viertelfinale gegenüber.

„Lucky Louk” verliert gegen die Nummer 1

Louk Sorensen hat es weit gebracht beim Aachener Challenger: Der Ire war in der Qualifikation gescheitert, dann als „Lucky Looser” doch noch ins Hauptfeld gerutscht, hatte die ersten beiden Turnierrunden überstanden - und traf dann im Viertelfinale auf den topgesetzten Amerikaner Rajeev Ram, der 7:5, 7:5 gewann.