1. Sport

Düren: Sven Anton: „Ein seelenloses Weichei-Team”

Düren : Sven Anton: „Ein seelenloses Weichei-Team”

Die nackten Zahlen zuerst: 0:3 (23:25, 19:25, 26:28). Drei Sätze gewann am Sonntagnachmittag Volleyball-Bundesligist Moerser SC, sein Kontrahent Evivo Düren keinen einzigen.

Und nach dem letzten Ballwechsel herrschte bei den Gästen von der Rur eine gewisse Ratlosigkeit.

Die Gründe für die enttäuschende Niederlage lagen auf der Hand: Keine Annahme, keine Aufgabe. Kaum ein gelungener Block, kaum Durchsetzungskraft im Angriff. Keine mannschaftliche Geschlossenheit. Evivo Düren in allen Belangen unterlegen.

Gewiss, die Partie begann gut für die Mannschaft von Trainer Bernd Werscheck: Der Gast ging in Führung. Er lag auch 8:6 in Front. Doch dann setzten sich die Gastgeber durch: 16:14, 21:18, 25:23.

Und was war im zweiten Satz los? Ein Aufbäumen. Manchmal schien es. Schließlich ließ sich Düren vom 6:9-Rückstand nicht beeindrucken, glich aus. Das war es dann aber: Über 11:10, 18:15, 21:18 zum 25:19.

Der harte Kern der Moskitos gab sich und das Team langsam, aber sicher auf. Gewiss zum zweiten, Düren wehrte zwei Machtbälle ab, hätte auch noch den Satz für sich entscheiden können, doch bereits ein Satzgewinn wäre des Guten zu viel gewesen.

So lagen sich die Gastgeber, die Aufsteiger, nach ihrem dritten Saisonsieg glücklich den Armen, Dürens Spieler verzichteten aus gutem Grund auf den Abschiedsgruß von den Fans.

Und Sven Anton, Dürens Co-Trainer, schäumte: „Ich habe noch nie in einer solch seelenlosen Weichei-Mannschaft gespielt.”

Aach Kapitän Rüdiger Bauer ließ seinem Ärger freien Lauf: „Es wird Zeit, dass sich Spieler an die taktische Marschrichtung halten.”

Beispiel Aufgaben: Angesagt war für den ersten Satz: die Bälle rüberbringen. Doch sie landeten entweder im Netz oder im Aus. Trainer Bernd Werscheck: „Unverständlich, Moers hat uns von Anfang an den Schneid abgekauft. Ich bin ein bischen ratlos.”