Aachen: Stadler im Viertelfinale beim Aachener ATP-Turnier

Aachen: Stadler im Viertelfinale beim Aachener ATP-Turnier

Manchmal genügt ein einziger Ball, um das Spiel komplett zu drehen. Dass diese alte Tennisweisheit stimmt, erfuhren beim Aachener ATP-Turnier zunächst Simon Stadler und dann auch sein Gegner Julian Reister am eigenen Leib.

Stadler hatte den ersten Satz überlegen nach Hause gebracht, sein Gegner haderte laut mit Schiedsrichter-Entscheidungen. „Wie kann man bei einem solch engen Spielstand so etwas machen, unerträglich”, mokierte sich der 23-Jährige, als der Schiedsrichter den Linienrichter überstimmte.

Doch dann gelang Reister im zweiten Satz ein grandioser Lob - und alles war anders. Der Mann aus Reinbek passierte seinen Gegner fast nach Belieben auf der Linkshänder-Rückhandseite, überlobte ihn, spielte unholbare Stops und gewann mühelos 6:1. Im Tiebreak des dritten Satzes sah er immer noch beim Stand von 3:0 wie der sichere Sieger aus, bis Simon Stadler einen Passierschlag ins Feld setzte - und diesem Punkt sechs weitere hintereinander folgen ließ. Das stabilere Nervenkostüm hatte sich durchgesetzt.

Weniger Mühe hatte „Rastaman” Dustin Brown mit Boris Pashanski. Der Jamaikaner, der in der ersten Runde bereits den an Nummer zwei gesetzten Stefan Koubek ausgeschaltet hatte, schlug den Serben glatt mit 7:5 und 6:3.