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Friedrichshafen: Spiel verloren, Heriberto Quero verletzt

Friedrichshafen : Spiel verloren, Heriberto Quero verletzt

„Hochburg Friedrichshafen. Die Festung am Bodensee” titelt die Fach-Gazette „volleyball magazin” in ihrer jüngsten Ausgabe.

Eine Überschrift, die Bernd Werscheck, Trainer von Evivo Düren, unterschreibt. Sein Team war beim 0:3 (25:16, 25:16, 25:19) jedenfalls chancenlos.

Auf die Platzierung wirkt sich das nicht aus. Düren bleibt Dritter in der Top-Liga-Runde. Viel schwerer als die erwartete Niederlage beim Favoriten wiegt jedoch die Verletzung von Heriberto Quero.

Das venezolanische Sprungwunder in Reihen der Dürener übertrieb es im dritten Satz möglicherweise mit seiner Dynamik und sprang Friedrichshafens Elvis Contreras auf den Fuß.

Quero knickte um und musste sofort ausgewechselt werden. Erste Diagnose am Sonntag: Gebrochen ist nichts.

Eine Aufnahme im Kernspintomographen am Montag soll weiteren Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Wie lange Quero ausfällt, ist noch völlig unklar.

Ausgerechnet vor den wichtigen Partien gegen Unterhaching und Leipzig, in denen Düren den dritten Rang in die Play-Off-Runde hinüber retten will, passierte das Missgeschick.

„Dass Heriberto auch für die Play-Offs ausfallen könnte, daran will ich noch gar nicht denken”, so Werscheck. Die Meisterschaftsrunde beginnt Anfang April.

Die Geschichte vom Spiel in der Messehalle 1 am Bodensee ist schnell erzählt. „Wir sind immer einem Rückstand hinterher gelaufen. Friedrichshafen spielt in einer ganz anderen Liga und hat uns richtig gehend ,abgefiedelt”, musste Werscheck die Dominanz des frisch gebackenen Pokalsiegers anerkennen.

Nur einmal durfte sich Düren in Augenhöhe wähnen. Im dritten Satz führten die Gäste mit 9:7 - dann unterlief Quero der folgenschwere Fehltritt. Anschließend passte in Dürens Spiel nicht mehr viel zusammen. „Das war angesichts Heribertos Verletzung aber auch nur noch zweitrangig”, hat Werscheck nun andere Sorgen.