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Aachen: „Soerser Brunch“: Zwischen Sport und Entspannung

Aachen : „Soerser Brunch“: Zwischen Sport und Entspannung

Seit 11 Uhr an diesem schönen Samstagmorgen rollten die Vierspänner-Kutschen auf ihrer Hindernisfahrt durch die Soers dicht am Gelände des Schützenheims vorbei. Dort war seit 10.30 Uhr der traditionelle „Soerser Brunch“ des Zeitungsverlages angesagt.

Im Laufe des Morgens sollten rund 500 Gäste hautnah die spektakulären Aktionen der Rennkutschen mit ihren vier Hochleistungspferden und den Wagen-Besatzungen beobachten können.

Dort gab es dann in persönlicher, entspannter Atmosphäre Gelegenheit zu Interviews, die der Chefredakteur unserer Zeitung, Bernd Mathieu, führte. ALRV-Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Mainz war einer der ersten Interviewgäste, der aus Sicht des Ausrichters der EM eine erste Bilanz vor dem spannenden Schlussgeschehen am Sonntag zog.

Mainz beschrieb die Zeit nach der gewaltigen Organisationsleistung, die der ALRV bei der Ausrichtung der Wettkämpfe geleistet hat, als „wirklich entspannte Tage“. Zwei Jahre habe man geplant, die Kraft dazu aus „der Euphorie nach der WM 2006“ gezogen. Viel Lob hatte Mainz für die Eröffnungsfeier übrig, bei der mit einer gelungenen Inszenierung Standards gesetzt wurden.

Zum Thema Totilas, dem Pferd, das bei der Dressur zum tragischen „Helden“ wurde, bemerkte Mainz, dass es sehr schade sei, künftig auf diesen Hengst im Sportgeschehen verzichten zu müssen. Durch seine unnachahmliche Ausstrahlung habe er beträchtliche Emotionen der Reitfans gebunden. „Ich bin aber sicher, dass Totilas jetzt als Deckhengst bei den Linsenhoffs ein sehr gutes Leben haben wird.“

Das Dressurviereck in der Mitte des Springstadions mit der Gelegenheit für rund 40.000 Zuschauer, den immer beliebter werdenden Sport hautnah anzusehen, habe sich erneut bewährt, zuletzt war dies 2006 so. Doch für das CHIO sei nach wie vor das erweiterte Deutsche-Bank-Stadion mit seinen 6200 Plätzen das Nonplusultra.

Die Entscheidung, in der Innenstadt Aachens die Medaillenehrung auf dem Markt vorzunehmen und ein gelungenes Kulturprogramm anzubieten, habe sehr viel Zuspruch gefunden, resümierte Mainz.

Eine gute Gelegenheit für Auskünfte aus erster Hand rund um die Bewerbung Hamburgs für Olympia 2024 gab Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, der nun dem Beirat des ALRV angehört. „Wir wollen unsere Sache machen“, versprach er und verwies zunächst auf die Abstimmung der Hamburger Bürger über die Olympiabewerbung am 29. November.

Zu Beginn des „Soerser Brunches“ hatte der Geschäftsführer des Zeitungsverlages, Andreas Müller, Auskunft über Neuheiten im Verlagsgeschäft gegeben. Die multimediale Ausrichtung des Verlags mache Fortschritte, die 2014 eingeführte App „AmAbend“ sei inzwischen auch für die Android-Betriebssysteme der Smartphones freigeschaltet, er empfehle jedem einen für 14 Tage kostenfreien Test des Angebots.