Aachen: Selbstbewusst in den wichtigen Doppelspieltag

Aachen: Selbstbewusst in den wichtigen Doppelspieltag

Kurhaus-Coach Dominik Meffert macht einen entspannten Eindruck, was nicht nur daran liegt, dass das geplante Vormittagstraining am Donnerstag vor dem Doppelspieltag des Drittplatzierten gegen den Vierten Krefeld am Freitag (13 Uhr) und gegen den Fünften Halle am Sonntag (11 Uhr) wegen des andauernden Regens ausfallen musste.

„Hätte uns vor der Saison einer prophezeit, dass diese Begegnungen beim Titelrennen in der Tennisbundesliga solch eine Rolle spielen . . .“, sinniert der 35-Jährige und vollendet mit: „Aber wir haben uns ja schließlich selbst in diese Situation manövriert.“

8:2 Punkte hat der TK Kurhaus aus den ersten fünf Begegnungen geholt und für diese hervorragende Ausgangslage gesorgt. „Da war zwar auch etwas Glück dabei, aber auch viel Teamgeist. Wenn wir hier mit 4:6 Punkten sitzen würden, dann wären wir mit unten drin und ich wäre sicherlich angespannter.“ Zweimal lag seine Mannschaft nach den Einzeln bereits mit 0:2 zurück, zweimal gewann das Lambertz-Team beide Champions Tiebreaks in den Doppeln, um als 4:2-Sieger vom Platz zu gehen.

„Wir sind jetzt in der guten Situation, dass wir keinen Druck haben. Und sollten wir gegen Krefeld gewinnen, dann gehen wir mit noch mehr Selbstbewusstsein in die Partie gegen Halle“, blickt beruhigt Meffert auf den Doppelspieltag — und kann auf ein starkes Team bauen. Neben den „Helden von Neuss“ — Olivo, Bachinger, Langer und Marterer — treten auch Aljaz Bedene und Florian Mayer für den TK Kurhaus an. „Das ist gerade ein günstiges Wochenende, auf der ATP-Tour steht nur das Turnier in Toronto an“, sagt der Kurhaus-Coach und kann erstmals in dieser Saison auch auf alle Spieler zurückgreifen, die in der Saisonvorbereitung für diese Begegnungen eingeplant waren.

Bedene und Olivo spielen eine gute Saison auf der ATP-Tour, die jungen Deutschen haben mittlerweile gelernt, mit dem Druck umzugehen, den Tennis als Mannschaftssport mit sich bringt, und Matthias Bachinger kämpft sich mit seinen Einsätzen in der Bundesliga wieder aus dem Tal, in dem er nach seiner langwierigen Verletzung (Patellasehne) gelandet war. „Ich habe Bachi vom Flughafen in Köln abgeholt, da kam er mir schon lächelnd entgegen“, sagt Meffert. „Ich glaube, für ihn könnte das ganze Jahr lang Bundesliga sein.“ Trotzdem warnt er auch vor dem Gegner: „Krefeld ist durchgängig sehr ausgeglichen besetzt, egal in welcher Aufstellung.“

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