Saisonstart der Lateinformation: Schwarz-Gelb Aachen will gegen den Strom schwimmen

Saisonstart der Lateinformation : Schwarz-Gelb Aachen will gegen den Strom schwimmen

Mutig! Schon als der erste Ton erklang, war klar, an welches Thema sich die Lateinformation herangewagt hatte. Mit „Highschool“ war das russische Team Duet Perm zwei Mal Vize-Weltmeister geworden.

Und mit dieser flotten Choreographie will Aufsteiger TSC Schwarz-Gelb Aachen nun die Regionalliga stürmen – mit dem Ziel: Aufstieg in die Zweite Liga.

„Wenn wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt Trainer Holger Reißer und erntet ein Lachen, denn was sein A-Team bei der Präsentation eine Woche vor dem Saisonauftakt in Solingen zeigte, weckte Hoffnungen, dass die Aachener ähnlich wie ein Jahr zuvor durch die Oberliga, als sie alle Turniere gewannen, an die Spitze marschieren. Um „Highschool“ zu leasen, mussten Reißer und seine Trainerkolleginnen Dorothee Söndgen und Britta Schmitz nur nach Kerkrade fahren. Der Niederländer Ton Greten, der schon bei Schwarz-Gelb und dessen Fusionsklub Blau-Silber Aachen mit der Formation trainierte, zeichnet dafür verantwortlich.

„Wir machen entgegen des Trends schon nach einem Jahr eine neue Choreographie. Wir haben uns an eine schwierige Musik und Choreographie herangetraut, das Risiko ist sehr hoch. Aber wir wollen uns vom Mainstream absetzen und gegen den Strom schwimmen“, verdeutlicht Reißer, dessen Team die Choreographie leicht entschärft tanzt.

Die schicken Schulmädchen-Kleider von Perm dienten als Vorlage der SG-Kostüme, die Aachener Männer gehen jedoch plakativ mit schmalen roten Oberteilen an den Start. „Da schwingt die Kleidung nicht, da kommt die Bewegung wirklich aus den Hüften“, verweist Reißer, dessen auf drei Positionen veränderte Formation zum größten Teil aus gestandenen Einzeltänzern besteht. Was der Qualität gut tut, aber im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich die „Solisten“ mit ihren bewegungen besser ins Formationstanzen eingefügt.

Auf dem Parkett stand auch wieder Trainer-Bruder Jens, immerhin zarte 44 Jahre jung. „Er hat mir auf gut deutsch den A... gerettet“, dankte es Holger Reißer mit einer brüderlichen Umarmung. Da ein Tänzer sich den Zeh gebrochen hatte, war eine Position vakant. Jens Reißer half aus, fuhr knapp 300 Kilometer von Herford zum Training nach Aachen. „Und er hat in knapp sieben Wochen 17 Kilo abgenommen“, verdeutlichte Holger Reißer.

Der wird auch am Sonntag, 16.30 Uhr, beim Regionalliga-Auftakt auf der Fläche stehen. Bereits um 13 Uhr startet die Landesliga mit dem B-Team des TSC Schwarz-Gelb Aachen, das erneut die Choreographie „Unstoppable“ tanzen wird und „vorne mittanzen“ möchte. Schwarz-Gelb Aachen selbst ist Gastgeber für die Regional- und die Landesliga am 23. Februar in der Halle Neuköllner Straße

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