Walheim: Ringer von Eintracht Walheim im Achtelfinale: Auf Biegen und Brechen

Walheim: Ringer von Eintracht Walheim im Achtelfinale: Auf Biegen und Brechen

Nein, Prophet muss man nicht sein, um eines für diesen Achtelfinal-Hinkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Ringer vorauszusagen: Wenn der KSV Witten am Samstag in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums bei Gastgeber Eintracht Walheim antritt (19.30 Uhr), wird den Zuschauern ein Kampfabend auf Biegen und Brechen geboten.

Das war schon in beiden Auseinandersetzungen der Bundesliga-Gruppenphase so, als Walheim in Hin- und Rückkampf mit 14:8 und 11:9 zweimal knapp vorne lag. Dass die Auslosung der Endrunde nun erneut und damit zum dritten Mal in dieser Saison diese beiden Traditionsklubs zusammenführte, garantiert erstklassigen Ringer-Genuss.

Ein „kleiner-großer“ Unterschied zu beiden bisherigen Kämpfen könnte am Samstag zumindest mitentscheidend für den Ausgang sein. Kasim Aras, das Ur-Walheimer Schwergewicht, das in dieser Saison für den KSV Witten auf die Matte geht, fehlte in beiden Vorrunden-Kämpfen krankheits- beziehungsweise verletzungsbedingt. „Beim Aachener Verein lernte er das Ringer-Einmaleins und feierte dort seine größten Erfolge“, schreibt der KSV respektvoll in seiner Vorschau auf das Mattengefecht.

Ohnehin gehen beide Klubs in den Kämpfen zwar kompromisslos, am Mattenrand aber freundschaftlich verbunden miteinander um. Kasim Aras wird also diesmal auf seine „Heimatmatte“ gehen, um Martin Otto das Fürchten zu lehren. Oder umgekehrt. „Die Routine, auch das höhere Kampfgewicht und letztlich die Klasse sprechen für den KSV-Ringer“, sagt der KSV. Otto trat in der Rückrunde bekanntlich in der 98-Kilogramm-Klasse an. Beide kennen sich aus unzähligen Trainingseinheiten in- und auswendig, nun wird erstmals der „Ernstfall“ geprobt. „Dieser Kampf wird Spannung pur. Der Ausgang ist offen“, sagt Walheims Mannschaftssprecher Dieter Otto.

Und wie immer geht es Samstag auch um die Vorherrschaft in Nordrhein-Westfalen, die vor diesem Achtelfinale die Eintracht erobert hat. Was danach ist, bleibt noch Spekulation. Der Sieger aus Hin- und Rückkampf, der am 8. Dezember in Witten stattfindet, steht im Viertelfinale.

„Die Chancen stehen 50 zu 50“, glaubt Eintrachts „Spielertrainer“ Yaschar Jamali trotz der beiden Siege seiner Mannschaft in dieser Saison. „Das waren zwei hochdramatische Duelle. Das Kapitel um die Vormachtstellung in NRW wird nun aber wieder neu geschrieben“, prognostiziert Dieter Otto eine wohl ganz enge Begegnung. Und weniger spannend als die vorausgegangenen Auseinandersetzungen wird das Achtelfinale sicher nicht. Garantiert!