Aachen: Region verliert einzigen Olympiastützpunkt

Aachen: Region verliert einzigen Olympiastützpunkt

Der Deutsche Schwimmverband (DSV), der noch im September 2012 erklärt hatte, Aachen als einen von sechs Olympiastützpunkten für Wasserspringen zu erhalten, hat seine Zusage nicht eingehalten. Die Region verliert damit ihren einzigen Olympiastützpunkt, jährlich 60.000 Euro Fördermittel, Trainer und eine Menge Prestige.

„Ich bin sauer auf das Gehabe des DSV, mit dem er die guten Strukturen hier zerschlagen hat“, erklärte Aachens Sportdezernent Wolfgang Rombey am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung.

Rombey hatte Anfang September die drei Aachener Wasserspringervereine WSV, WSC und den SV Neptun ermahnt, endlich zu kooperieren, um den Stützpunkt zu erhalten. Weil Rombey die Zusage aller Beteiligten erhielt, willigte der DSV Mitte September nach einem Gespräch mit Rombey und Vertretern der drei Vereine ein, den Olympiastützpunkt in Aachen zu erhalten. In der Folge aber hielt sich Rombey zufolge der erst 2010 gegründete WSC wiederholt nicht an Vereinbarungen, eine Kooperation der drei Vereine kam nie zustande.

Der WSC, glaubt Rombey, sei überhaupt nur auf Betreiben von DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow gegründet worden, da der Ostdeutsche Buschkow seit der Aufnahme seines Amtes im Jahr 2008 versucht habe, alle Olympiastützpunkte nach Ostdeutschland zu verlagern. Um dies zu erreichen, habe Buschkow alles mögliche unternommen, um die Arbeit in Aachen zu sabotieren.

Rombey kündigte an, in den kommenden Wochen „eine andere Lösung finden“ zu wollen, um die drei Aachener Vereine zum Kooperieren zu bewegen.

(gego)
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