Ringen: WM-Achtelfinale ist für Rabbia Khalil das Minimalziel

Ringen : WM-Achtelfinale ist für Rabbia Khalil das Minimalziel

Die Koffer sind gepackt, die Anspannung steigt. Rabbia Khalil reist am Donnerstag nach Kasachstan.

In Nur-Sultan (ehemals Astana), der Hauptstadt des Landes, findet vom 14. bis 22. September die Ringer-Weltmeisterschaft statt.

Der 33-jährige wird in der 77-Kilogramm-Klasse (Griechisch-Römisch) für die palästinensische Auswahl auf die Matte gehen. Sein Auftaktgegner wird am Sonntag per Losverfahren ermittelt. Einen Tag später wird sich der Kölner auf der großen Ringerbühne erstmals präsentieren. „Durch meine frühe Anreise habe ich genügend Zeit, um mich zu erholen und akklimatisieren“, betont Khalil, der dem Oberligisten Eintracht Walheim in dieser Saison als eine Art „Joker“ zur Verfügung steht. „Ich stehe bereit, um die Mannschaft zu verstärken, wenn sie einen Kampf gewinnen muss, der auf der Kippe steht“, unterstreicht Khalil.

Doch nun richtet der Athlet seinen Fokus auf die WM. „Ich starte zum vierten Mal bei einer Weltmeisterschaft und habe insgesamt schon 23 internationale Turniere für Palästina bestritten. Das macht mich stolz“, sagt der in Deutschland aufgewachsene Khalil, der eher zufällig erfuhr, dass es einen palästinensischen Ringerverband gibt. „2009 habe ich mich telefonisch bei den Verantwortlichen gemeldet. Ich ringe jetzt schon seit zehn Jahren für das Land, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein“, bedauert der erfahrene Sportler. „Aber eines Tages werde ich bestimmt mal hinfliegen.“

Den Einzug ins WM-Achtelfinale hat sich Khalil, der von seinem Trainer Yasar Yavuz begleitet wird, als Minimalziel gesetzt. Dafür hat er sich in den vergangenen sechs Wochen in Form gebracht. Beim Bundesligisten KSV Witten trainierte er mit starken Athleten aus seiner Gewichtsklasse wie beispielsweise Adam Juretzko. Zudem absolvierte er Teile eines internationalen Trainingslagers in der Sportschule Hennef. „Das hat sich gelohnt“, sagt Khalil selbstbewusst.

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