Walheims Ringer stehen gegen Nackenheim in der Bundesliga vor schwerer Aufgabe

Ringen : Bleibt die Eintracht in der Erfolgsspur?

Walheim erwartet in der Ringer-Bundesliga die punktgleiche, starke Mannschaft des SV Nackenheim.

Dieter Otto weiß, wovon er redet, er kennt sich in der Ringer-Szene bestens aus. Der Mannschaftssprecher des Bundesligisten Eintracht Walheim und Deutsche Meister in der Klasse bis 82 Kilogramm (Freistil) der Jahre 1982, 1983 und 1985 sagt vor dem Heimkampf am Samstag (19.30 Uhr, Halle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster) gegen den SV Nackenheim: „Das wird ein hartes Stück Arbeit, die Nackenheimer in Bestbesetzung sind eine echte Herausforderung.“

Beide Klubs, Gastgeber Walheim und die Rheinhessen aus dem Landkreis Mainz-Bingen, sind mit 4:2 Zählern aus drei Kämpfen punktgleich, die Eintracht auf Tabellenplatz zwei hat mit 40:32 Mannschaftspunkten aber die bessere Kampfquote als der kommende Gast (46:48), der auf Rang vier im Achterfeld der ersten Bundesliga Nordwest zu finden ist. „Mit Nackenheim kommt eine richtig starke Mannschaft zu uns. Die einzige Niederlage kassierte der Klub gegen die Übermannschaft aus Mainz“, rechnet auch Eintracht-Coach Yaschar Jamali mit einer ziemlich heftigen Auseinandersetzung.

„Die Mannschaft aus Nackenheim ist gespickt mit nationalen und internationalen Spitzenringern“, sieht Otto ein hochklassiges Duell auf die Eintrachtler zukommen, bei dem garantiert auch die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Nur zwei Beispiele: Denis Kudla ist Olympiadritter und Deutscher Meister. Wenn er in der Klasse bis 130 Kilogramm (griechisch-römisch) auf die Matte geht, trifft er auf Kasim Aras. Da ist ein Kampf auf Biegen und Brechen programmiert. Marcin Kunycs wird sich in der Klasse bis 61 Kilogramm (griechisch-römisch) mit Eldniz Azizli auseinandersetzen müssen. Der Mann aus Aserbaidschan ist amtierender Europameister „und einer der weltbesten Ringer in dieser Gewichtsklasse“, weiß Dieter Otto, dass der Mann der Eintracht damit eine richtig schwere Last zu stemmen hat.

Otto sieht in seiner Einschätzung Vorteile auf Walheimer Seite bei Adrian Mosa in der Klasse bis 57 Kilogramm/Freistil, der auf Burak Demir treffen dürfte, bei Yaschar Jamali (66 kg/Freistil), Alberts Jurcenko (75 kg/F) und Maximilian Otto (80 kg/F). Ganz schwer scheint die Aufgabe für Robin Pelzer zu werden. Der 71-Kilo-Athlet dürfte auf den jungen Spitzenmann Ruslan Kudrynets treffen, der jüngst seinen für Merken aktiven Zwillingsbruder Melvin mit 7:0-Wertungen bezwang. Offen dürften die Kämpfe zwischen Robert Attila Fritsch und Tamas Levai, Wladimir Kurle und Arkadiusz Kulynycz und Zviad Metreveli und Ahmed Dudarov sein. Vor allem Walheims Neuzugang Fritsch kann mit ganz breiter Brust auf die Matte gehen. Er sorgte am vergangenen Samstag im letzten Kampf in Witten mit seinem Sieg für den 13:11-Erfolg der Eintracht. (wp)