Walheim gastiert in der Ringer-Bundesliga in Heilbronn

Ringen: Der Weltmeister ist gegen die Eintracht dabei

Wenn Walheim kommt, tritt Ringer-Bundesligist Heilbronn mit Frank Stäbler an.

Gut möglich, dass die mitreisenden Anhänger des Ringer-Bundesligisten Eintracht Walheim am kommenden Samstag den neuen deutschen Mannschaftsmeister bestaunen werden: Die Reise führt nämlich nach Heilbronn zu den dort beheimateten Red Devils. Der Tabellenführer der Nordwest-Gruppe hat sich mit dem 19:12 gegen Nackenheim am vergangenen Kampftag den Einzug in die am 22\. Dezember beginnenden Play-offs gesichert und dürfte auch dort ein gehöriges Wörtchen mitreden, wenn es um die Titelvergabe geht.

Und am bevorstehenden vorletzten Kampftag der Hauptrunde steht eine Ansage des kommenden Gastgebers auf Facebook wie eine „Drohung“ im Raum, eine rein sportliche: „Der dreifache Weltmeister Frank Stäbler – ja, er wird dabei sein!“ So kann Walheims Robert Fritsch, der eine überzeugende Saison absolviert, diesmal die Erfahrung machen, gegen den Weltmeister auf der Matte gestanden zu haben. Auch der Olympia-Fünfte Eduard Popp und der Europameister von 2016, Pascal Eisele, kämpfen am Samstag um Punkte, um Verfolger Mainz auf Distanz zu halten. Der wird beim Vorletzten RC Merken wohl nichts anbrennen lassen.

„Es werden sicher gute Kämpfe“, sagt Walheims Teamsprecher Dieter Otto. Der Realist Otto sagt aber auch: „Da ist für uns wohl kein Blumentopf zu holen.“ Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Eintracht ersatzgeschwächt in den Norden Baden-Württembergs reist: Yaschar Jamali laboriert an jener Leistenverletzung, die er sich am vergangenen Samstag im Kampf gegen den Mainzer Niklas Dorn zugezogen hat. So wird der Spielertrainer diesmal seine Mannschaft nur coachen. Für ihn rückt Michael Otto ins Team, der gegen den rumänischen WM-Fünften George Bucur aber eher in der Rolle des Sparringspartners sein dürfte.

Der Einsatz von Alberts Jurcenko hingegen ist geplant. Der 75-Kilogramm-Freistiler geht allerdings mit dem Handicap einer Schulterverletzung auf die Matte, die er sich in der Auseinandersetzung mit Mainz’ Tim Mueller zugezogen hat und die ihn ebenso zur vorzeitigen Aufgabe zwang wie Jamali. Dass Jurcenko die volle Distanz der sechsminütigen Kampfzeit übersteht, erscheint unwahrscheinlich. Am ehesten traut Dieter Otto den Walheimer Protagonisten Martin Otto (98 Kilogramm griechisch-römisch) und Schwergewicht Zviad Metreveli Erfolge zu.

So kann und wird die Eintracht in Heilbronn darauf bedacht sein, eine ordentliche Leistung abzuliefern und am letzten Kampftag im Derby gegen den RC Merken noch einmal aufzutrumpfen.

(wp)
Mehr von Aachener Zeitung