Volleyball-Bundesligist Ladies in Black beim Schweriner SC gefordert

Volleyball : Begegnen die Ladies Schwerin auf Augenhöhe?

Das Team von Aachens Trainerin Saskia van Hintum reist nicht chancenlos zum amtierenden Meister Schwerin.

Wenn heute Abend (18.30 Uhr) der Zweite und der punkt- und satzgleiche Dritte der Tabelle der Volleyball-Bundesliga aufeinandertreffen, geht es schon früh in der Saison um eine Standortbestimmung. Dass der Schweriner SC als Gastgeber ebenso ungeschlagen dasteht wie die Ladies in Black Aachen, ist vor dem dritten Spieltag nicht die große Sensation. Aber, dass dabei so manches freudige Wiedersehen zwischen Kollegen und Ex-Kollegen gefeiert werden dürfte, dokumentiert die Entwicklung, die der Bundesliga-Volleyball in den vergangenen Jahren in Aachen genommen hat.

Mit Außenangreiferin McKenzie Adams, Zuspielerin Britt Bongaerts und Mittelblockerin Tessa Polder hat sich der amtierende Meister gleich die Dienste der Hälfte der Aachener Startformation der vergangenen Saison gesichert.

Bei Blocks und Aufschlägen vorn

„Ich freue mich, dass sie sich für uns entschieden hat, das ist einer der größten Coups der Liga“, frohlockte Schwerins Coach Felix Koslowski über die Verpflichtung von Adams. Denn der SSC hat damit auch einen Großteil der Aachener Qualitäten seinem Spiel hinzugefügt: Die Ladies haben in der abgelaufenen Spielzeit von allen Teams die meisten Blockpunkte gemacht (198) und waren auch bei den Aufschlägen ligaweit das Topteam (172).

Chancenlos sind Trainerin Saskia van Hintum – bei der deutschen Nationalmannschaft „Co“ von Koslowski – und ihre Spielerinnen am Dienstag jedoch nicht Richtung Ostsee aufgebrochen: Die Ladies haben sich in der aktuellen Spielzeit vor allem in der Breite des Kaders eindeutig verstärkt, und die Niederländerin hat genügend Möglichkeiten, ihre Aufstellung zu variieren. Hinzu kommt, dass vor allem auf der Diagonalposition der Schrecken für den Gegner gesteigert werden konnte.

Zumal das Koslowski-Team beim ersten Heimauftritt gegen den USC Münster in einigen Phasen des Spiels nicht unbedingt einen sattelfesten Eindruck hinterlassen hat. Münster, obwohl stark ersatzgeschwächt angereist, sicherte sich den zweiten Satz deutlich und musste sich im ersten (25:27) und letzten (22:25) Durchgang nur knapp geschlagen geben. Ein Punktgewinn war also für den USC durchaus in Reichweite.

Dass Aachens Trainerin neun (von elf) neue Spielerinnen integrieren musste, könnte sich in Schwerin auch als Startvorteil herausstellen: Während auf Aachener Seite die Schweriner Stärken (und Schwächen) gut bekannt sind, kann van Hintum ihrem Gegenüber durchaus die ein oder andere taktische Nuss servieren.