Aachen: Viel Konkurrenz für Mussa Hudrog beim Winterlauf

Aachen: Viel Konkurrenz für Mussa Hudrog beim Winterlauf

Es wird vermutlich kein leichtes Rennen für Mussa Hudrog in diesem Jahr beim traditionellen Winterlauf der Aachener Turn-Gemeinde. Denn die Konkurrenz hat sich einiges vorgenommen: „Martin Heuschen will ihm den Sieg streitig machen“, weiß Organisator Günter Drießen. Ob sich der vierfache Sieger das gefallen lässt, wird sich am Sonntag zeigen.

Um 11 Uhr fällt der Startschuss im Vichtbachtal, und 2500 Läufer werden auf die Strecke stürmen. Darunter befinden sich einige Kandidaten, die gute Chancen haben, aufs Treppchen zu kommen. Der Sieger des Kassel-Marathons, Maciek Miereczko vom VfB Erftstadt, will ebenso in Aachen angreifen, wie Dominik Fabianowski vom ASV Köln, der Zweiter beim Köln-Marathon wurde.

Vorjahressiegerin nicht am Start

Im Feld der Frauen sind zwei Favoritinnen nicht am Start: Sowohl ATG-Lauftalent Franziska Fourné als auch die Vorjahressiegerin Kristina Ziemons fallen verletzungsbedingt aus. Für eine Überraschung könnte die Langstrecken-Triathletin Astrid Stienen sorgen. Doch auch die wird es gegen die erfahrenen Winterläuferinnen Julia Kümpers, Irene Winkemann und Claudia Valdix nicht leicht haben. Denn die 18 Kilometer lange Strecke hat es wegen ihrer Höhenmeter in sich. Zu wissen, wann welcher Berg kommt, kann ein Vorteil sein. Die Route verläuft über Mulartshütte, durch Venwegen, Kornelimünster, an Brand vorbei, durch den Aachener Wald über den Beverbach. Die Läufer kreuzen die Hitfelder Straße, die Monschauer Straße und die Eupener Straße, daher kann es für Autofahrer zu Verzögerungen im Straßenverkehr kommen.

Logistische Herausforderung

Ziel ist der Sportplatz auf dem Chorusberg. Von dort aus starten auch die 40 Shuttlebusse, die die Läufer zwischen 8 und 10 Uhr zum Start bringen. „Wir bitten darum frühzeitig da zu sein, damit wir pünktlich starten können“, sagt Drießen und macht deutlich: Der Winterlauf ist eine logistische Herausforderung. So wird es im Start- und Zielbereich Verpflegung, Tee, Unterstellmöglichkeiten und Toiletten geben. Insgesamt stemmen über 100 Helfer die Veranstaltung, neben einem professionellen Sicherheitsdienst ist der Großteil ehrenamtlich tätig.

Doch nach 55 Jahren sind die ATGler routiniert. Das einzige, was sie aber nie vorhersagen können, ist das Wetter. „Kalt und sonnig — das wäre ideal“, sagt Drießen. „Aber bei einem Winterlauf darf es auch mal nass und windig werden.“

(ll)