Tischtennis: Verkauft sich der TTC Jülich teuer?

Tischtennis : Verkauft sich der TTC Jülich teuer?

Der Reise zum Tabellenführer folgt die Heimaufgabe gegen den Tabellenzweiten. Der TTC Indeland Jülich wird gegen Borussia Düsseldorf am Sonntag, 15 Uhr, in der Nordhalle aller Voraussicht nach ebenso chancenlos sein wie zuletzt beim 0:3 in Ehingen bei den TTF Ochsenhausen.

Ein einziger gewonnener Satz stand bei den Schwaben am Ende auf der Habenseite.

Nun ist die Bilanz des Schlusslichts ohnehin düster. Die bisherigen 13 Begegnungen in der Tischtennis-Bundesliga wurden allesamt verloren, ganze fünf Einzel konnten gewonnen werden. Nicht ein Mal schafften es die Jülicher ins abschließende Doppel. „Dass es schwer werden würde, war uns klar“, sagt Trainer Miro Broda mit Blick auf die reinen Zahlen. „Aber etwas mehr hatten wir uns schon erhofft.“

Ob Timo Boll spielt, ist unerheblich

Der Trend wird sich auch am Sonntag kaum wenden. Und egal, in welcher Besetzung Borussen-Trainer Danny Heister sein Team an den Tisch in der Nordhalle schicken wird, es geht letztlich nur um die Höhe der Niederlage für den TTC. Ob Timo Boll spielt oder nicht, ist unerheblich – auch den anderen Düsseldorfern können Robin Devos, Martin Allegro und Dennis Klein kaum das Wasser reichen.

Aber die Gastgeber wollen sich in dieser Situation nicht vorwerfen lassen, nicht alles versucht zu haben. So hat Broda für Samstagabend noch eine Trainingseinheit angesetzt. Derzeit befinden sich die drei TTC-Akteure noch bei den Ungarn Open, doch sie werden wohl rechtzeitig zurück sein. „Das Turnier ist sehr stark besetzt“, sagt Broda. „Die drei haben den Rückflug schon für Freitag gebucht.“

Dennoch wird das Düsseldorf-Spiel für den TTC Indeland ein wichtiger Termin sein. TTC-Präsident Mike Küven hat sich mit Sponsoren verabredet. Am Rande der Begegnung wird man sich über den Etat für die kommende Saison unterhalten. Und dieses Ergebnis ist viel wichtiger als das sportliche Ereignis. Denn vom Ausgang dieser Gespräche ist es abhängig, ob die Jülicher 2019/2020 mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft antreten können.

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