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Aachen: „Ungereimtheiten“ nach Kopfstoß gegen Schiedsrichter teuer für Donnerberg

Aachen : „Ungereimtheiten“ nach Kopfstoß gegen Schiedsrichter teuer für Donnerberg

Der Moment, in dem vermutlich die Karriere von Konstantin T. zu Ende ging, lässt sich ziemlich präzise bestimmen. Mit seiner Mannschaft FSV Columbia Donnerberg gastiert der Deutsche am Donnerstag, 12. April, in der Fußball-Bezirksliga bei der DJK FV Haaren.

Das Spitzenspiel der Bezirksliga wurde kurz vor 21.30 Uhr in der Nachspielzeit ohne weiteren Pfiff beendet, nachdem der Angreifer dem Schiedsrichter einen Kopfstoß versetzt hatte — so berichten es viele Zeugen. Schiedsrichter Marlon G. hatte ihn zuvor mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt.

Sportrechtlich könnte das Verfahren nun (vorerst) beendet sein, eine für Samstagvormittag geplante Sitzung des Bezirkssportgerichts fand nicht statt, bestätigte der Vorsitzende Thorsten Peters. Zuvor hatte der FSV Columbia Donnerberg eingeräumt, was die Verantwortlichen bei einem ersten Termin am Mittwochabend noch dementiert hatten: Der Klub hatte Konstantin T. zwar aus dem Verein ausgeschlossen, den Rauswurf aber nicht ordnungsgemäß schriftlich zugestellt.

Der formale Schritt wurde nun am Freitag nachgeholt, so wurde es dem Sportgericht mitgeteilt. Wenn ein Spieler tatsächlich keinem Verein angehört, muss sein Verfahren ausgesetzt werden. So wollen es die Statuten. Eine Sperre würde erst dann wieder verhängt, wenn sich Konstantin T. wieder einem Verein anschließen würde. Für Donnerberg ist das ein teures Verfahren geworden.

Wegen der „Ungereimtheiten“ in dem Gerichtsverfahren muss der Klub nun auch noch 300 Euro Ordnungsgeld zahlen — die Summe geht an ein Kinderheim in Eschweiler. Konstantin T. drohen weitere Nachspiele. Der Schiedsrichter hat den 32-Jährigen auf ein Schmerzensgeld verklagt, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung.

(pa)