Sparkassen-Hallencup: Und am Ende jubelt Donnerberg

Sparkassen-Hallencup: Und am Ende jubelt Donnerberg

Der Fußball-Bezirksligist FSV Columbia Donnerberg hat sich für den Sparkassen-Hallencup buchstäblich in der letzten Minute qualifiziert. Die 35. Auflage findet vom 28. Dezember 2018 bis 5. Januar 2019 statt.

88 Minuten waren schon gespielt, und der Traum schien ausgeträumt. 1:2 lag der FSV Columbia Donnerberg in Würm-Lindern zurück an jenem 18\. November – dem Stichtag für die Qualifikation zum Sparkassen-Hallencup. Dann schoss Fitim Kaciku (89\.) den Ausgleich, den Donnerbergs Keeper Aleksandar Lovric in der Nachspielzeit mit einem parierten Foulelfmeter festhielt. Mit 23 Punkten schoben sich die Stolberger dank des um sieben Treffer besseren Torverhältnisses in der Fußball-Bezirksliga an der punktgleichen DJK FV Haaren vorbei und nehmen erstmals am Hallencup teil.

Die 35. Aufgabe des Sparkassen-Hallencups startet am 28. Dezember mit der Vorrunde der Dürener Klubs in der Festhalle Birkesdorf. Weiter geht es 2019 mit dem Turnier in Erkelenz am 2. Januar, den beiden Aachener Vorrunden am 3. und 4. Januar und dem Finale in der Halle Neuköllner Straße am 5. Januar. Bewährter Ausrichter der Aachener Termine ist besagte DJK FV Haaren. „Wir hätten sehr gerne selbst gespielt, schließlich ist der Hallencup das Highlight im Winter, aber Donnerberg ist eben um einige Törchen besser“, bedauert Haarens Vorsitzender Adi Hermanns, verspricht aber: „Wir werden wie immer unser Bestes bei der Ausrichtung geben.“ Mit allein sechs Mittelrhein- und acht Landesligisten ist der Hallencup das bestbesetzte Turnier der Region.

„Wir wollen ein verlässlicher Partner für die Vereine sein, diese wie auch das Ehrenamt unterstützen“, begründete Heinz-Willi Laeven, Direktor des Privatkundengeschäfts der Sparkasse Aachen, in deren Räumen die Auslosung der Gruppen stattfand, das langjährige Engagement der Sparkasse, die beim Frauen-Hallencup namensgebender Sponsor der ersten Stunde ist. Laeven ist bekennender Fußball-Fan, hat selbst gespielt: „Von der Jugend bis zu den Senioren beim Kreisligisten OSV Orsbach im defensiven Mittelfeld als robuster Vorstopper“, erklärt Laeven lachend.

Feinste fußballerische Hallenkost hatte es im vergangenen Jahr im Finale gegeben, das der SV Breinig mit 8:3 gegen Alemannia Aachen gewonnen hatte. Eine Premiere für den Mittelrheinligisten, der schnell ein 4:0 gegen den Regionalligisten als Grundstein zum Sieg vorgelegt hatte. „Das war fantastisch für den Verein und wirklich überraschend. Schließlich haben wir mir Wegberg-Beeck, Freialdenhoven und Alemannia gegen alle Favoriten gespielt“, so Breinigs Coach Michael Burlet, dessen Team am 3\. Januar in der Vorrundengruppe E auf Landesligist Eintracht Verlautenheide und Bezirksligist FC Roetgen treffen wird. „Wir wollen die Vorrunde überstehen, werden das Turnier auch ernsthaft angehen, haben allerdings mit Blick auf die Liga andere Prioritäten.“

Nicht dabei ist Alemannia Aachen, deren erste Mannschaft nach 19-jähriger Pause 2018 wieder aufgelaufen war. „Der Hallencup passt leider nicht in unsere Vorbereitung ab dem 7. Januar. Als die Einladung kam, war der Urlaub schon festgelegt. Zudem starten wir bereits am 8. Februar mit dem Nachholspiel gegen den 1. FC Köln II“, begründet Alemannia-Coach Fuat Kilic. „Wir wollen aufgrund der fehlenden Breite im Kader das hohe Verletzungsrisiko nicht eingehen. Wenn, dann wollen wir uns vernünftig präsentieren und nicht nur teilnehmen.“ Vier Mal hatte Aachen den Hallencup mit der ersten, neun Mal mit der – mittlerweile aufgelösten – zweiten Mannschaft, die die „Ewige Tabelle“ anführt, gewonnen.

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