Weiter punktlos: TTC Indeland muss „konzentriert weiter arbeiten“

Weiter punktlos : TTC Indeland muss „konzentriert weiter arbeiten“

Der Tischtennis-Bundesligist TTC Indeland Jülich bleibt weiter punktlos in der höchsten deutschen Spielklasse. 0:3-Niederlage gegen Werder Bremen. Sonntag in Königshofen.

Die Mannschaft und die Fans brauchen in Jülich viel Geduld. Aufsteiger TTC Indeland wird in der Tischtennis-Bundesliga zwar nicht mit schöner Regelmäßigkeit vorgeführt, verließ bisher aber die Hallen ständig als Verlierer. Am Sonntag sicherte sich Werder Bremen vor 150 Zuschauern mit 3:0 erwartungsgemäß die Punkte in der Nordhalle. Es war die fünfte Niederlage im fünften Spiel.

0:10 Punkte, Pokal-K.o. beim Zweitligisten Hamm: Da gibt es augenblicklich nichts, was dem TTC Jülich Hoffnung signalisiert, die sportliche Situation auch nur mittelfristig zu verbessern. Dennoch ist es mehr als nur eine Durchhalteparole, wenn Trainer Miro Broda sagt: „Bis auf das Spiel in Düsseldorf war in jeder Begegnung mehr für uns drin. Wir müssen konzentriert weiter arbeiten. Wenn bei uns alles passt und wir auch ein bisschen Glück haben, werden wir auch mal ein Spiel gewinnen.“

Martin Allegro an Position eins

Taktisch hatte sich Broda für die einzige Variante entschieden. Martin Allegro spielte an Position eins, Dennis Klein an zwei und Robin Devos an drei. Denn es war klar, dass Siege gegen Bremens Spitzenspieler Bastian Steger für alle drei Jülicher außer Reichweite lagen. Und die Taktik ging auch auf. „Es ist so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten“, sagte Broda. Dabei hatte Jülichs Trainer gehofft, dass Allegro gegen den Rumänen Hunor Szöcz und Robin Devos das belgische Duell gegen Florent Lambiet gewinnen würden. Dann hätte man immerhin erstmals in dieser Spielzeit das Schlussdoppel erreicht.

Doch hier lief es wie fast immer in dieser Spielzeit. Wird es eng, gewinnt der Gegner. „Es waren zwei offene Spiele, die auch andersherum hätten ausgehen können“, stellte Broda seine Akteure nicht in die Kritik. Und auch für Klein, der gegen Steger erwartungsgemäß chancenlos war, fand der Coach ein paar nette Worte. „Er hat heute schon wieder besser gespielt.“ Der Maßstab war wohl die ganz schwache Leistung am Donnerstag beim Pokal-Aus.

Mit Dragos Olteanu haben die Jülicher zwar einen vierten Spieler in der Meldeliste, aber der wird auf absehbare Zeit kaum zum Einsatz kommen. „Wir haben schon darüber nachgedacht“, sagt Broda. „Aber wenn wir ihn für Dennis Klein bringen, wird der Druck für Dennis noch größer. Und der Druck, den er jetzt schon hat, ist wohl die Ursache, dass er nicht besser spielt.“ Vielleicht klappt es am Sonntag ja in Königshofen besser.

Jülich – Bremen 0:3: Allegro – Szöcz 7:11, 12:14, 14:12, 5:11, Klein – Steger 9:11, 5:11, 3:11, Devos – Lambiet 9:11, 6:11, 11:3, 12:10 3:11

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