Jülich: TTC Indeland Jülich: Knapp an der Sensation vorbei

Jülich : TTC Indeland Jülich: Knapp an der Sensation vorbei

Die Sensation blieb aus, aber für die Jülicher Zuschauer war es dennoch ein gelungenes Comeback in der Tischtennis-Bundesliga. Nach neun Jahren Abstinenz startete der TTC Indeland gegen die Gäste vom TTC Zugbrücke Grenzau mit einer 1:3-Niederlage.

Es hätte durchaus anders ausgehen können. Denn Dennis Klein begann furios gegen Mihai Bobocica. Beide Spieler waren nervös, der Jülicher entschied den ersten Satz mit einem glänzenden Return 11:8 für sich. Im zweiten Durchgang verlief die Partie deutlich ausgeglichener, man näherte sich bei 9:9 der Entscheidung. Klein hatte die Nerven, glich bei 9:10 aus, schaffte mit einem langen Ballwechsel das 11:11 und vergab zwei Bälle zum 11:13.

Kann im fünften Satz nichts mehr ausrichten: Jülichs Spieler Martin Allegro unterliegt. Foto: Król

Im dritten Satz führte der TTC-Spieler sogar mit 6:1 und musste dann acht Punkte in Folge abgeben. Klein kam noch einmal auf 8:10 heran, verlor jedoch mit 9:11 den Satz und auch seine Nervenstärke. Nach dem 5:11 im vierten Satz hatte nicht einmal der zwischenzeitlich kräftige Applaus der 300 Zuschauer für eine erste Sensation sorgen können.

Gegen den in der Weltrangliste deutlich höher rangierten Kirill Gerassimenko sollte Martin Allegro für den Ausgleich sorgen. Das setzte der Belgier im ersten Satz auch erfolgreich um, den er mit einem überraschenden Angriffsschlag 11:7 für sich entschied. Der zweite Satz ging nach einem exzellenten Return letztlich mit 10:12 an den Grenzauer Spieler, der sich jedoch im dritten Satz am Jülicher Rivalen die Zähne ausbiss. Abwechselnd erhöhten beide Spieler ihr Konto bis zum 10:10. Die Entscheidung für Allegro besorgte wiederum der Grenzauer, der beim Stand von 10:11 einen langen Angriffsball verschlug.

Danach allerdings rissen bei Martin Allegro der Spielfluss und die Konzentration, im vierten Satz lief er ständig einem deutlichen Rückstand hinterher und verlor diesen letztlich auch klar mit 5:11. Auch im fünften Satz konnte der Belgier gegen den immer sicherer wirkenden Grenzauer nichts mehr ausrichten. Seine Verunsicherung wurde allerdings verstärkt durch mehrere Schiedsrichterentscheidungen und Punktabzüge. Mit dem 5:11 lag Jülich bereits mit zwei Punkten zurück.

Erfolgreich präsentierte sich indes Robin Devos nach der Pause, der gegen Marcelo Aguirre sicher mit 3:1 gewann. Gegen die starke Rückhand des Belgiers fand Aguirre kaum ein Mittel.

Als dann jedoch Klein gegen Gerassimenko an die Platte musste, war den meisten Gästen bewusst, dass die Sensation noch warten musste. Klein verlor glatt in drei Sätzen 10:12, 7:11 und 7:11.

Für die Zuschauer war es eine würdige Rückkehr ins Tischtennis-Oberhaus. Mit viel Beifall feuerten die Fans ihre Spieler an, auch wenn es am Ende nicht ganz reichte.

(tm)
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