Aachen: Trainerin Saskia van Hintum hat ihre Spielerinnen im Blick

Aachen : Trainerin Saskia van Hintum hat ihre Spielerinnen im Blick

Zweimal traf am Wochenende die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen auf die Niederlande. Während sich das Team Oranje in der ersten Partie knapp im Tiebreak durchsetzte, gab es bei der zweiten ein klares 3:0 für die Gäste: Mittendrin: die Niederländerin Saskia van Hintum als Co-Trainerin des deutschen Teams. Mit der Trainerin des Volleyball-Bundesligisten „Ladies in Black Aachen“ sprach Roman Sobierajski.

Frau van Hintum, Deutschland hat gegen die Niederlande zweimal verloren. Wie ist Ihre Einschätzung?

Aufmerksame Beobachterin am Rande: Saskia van Hintum. Foto: dpa

Saskia van Hintum: Unser erstes Spiel war deutlich besser, das sieht man schon am Ergebnis. Holland hat teilweise nicht so gut gespielt, aber wir haben das gut hinbekommen.

Als Trainerin der „Ladies in Black Aachen“ sind Ihre Spielerinnen auf beiden Seiten des Netzes vertreten. Diese dürften unter Ihrer besonderen Beobachtung stehen?

Van Hintum: Nicht nur die aktuellen. Ich schaue mir auch meine ehemaligen Spielerinnen an und die, die in der neuen Saison zu uns stoßen.

Kirsten Knip war besonders im ersten Spiel auf niederländischer Seite herausragend.

Van Hintum: Unsere Libera hat ohnehin bei der Natio immer hervorragende Auftritte, in denen sie sich toll präsentiert. Aber auch unsere bisherige Zuspielerin Britt Bongaerts und unser Neuzugang Marrit Jasper auf Außen haben sich gut präsentiert.

Ihre zukünftige Vereins-Zuspielerin Denise Imoudu wurde dagegen von Bundestrainer Felix Koslowski nicht berücksichtigt.

Van Hintum: Wir haben uns verständigt, dass wir nur mit zwei Zuspielerinnen in der Nationalmannschaft arbeiten. Aber Denise ist nicht so weit weg vom Kader des Nationalteams.

Viel Einsatzzeit hat Ihre neue Mittelblockerin Lisa Gründing im deutschen Team bekomme. Kann man sagen, dass sie gesetzt ist?

Van Hintum: Das gibt es weder in der Natio noch bei den Ladies in Black. Jede Spielerin muss durch gute Leistungen im Training auf sich aufmerksam machen und sich ihren Platz in der Startformation erkämpfen.

Sie haben nun zweimal gegen die Niederlande getestet, pinkanterweise auch der erste Gruppengegner Deutschlands bei der WM.

Van Hintum: Man bereitet sich am besten auf ein solches WM-Turnier gegen die Mannschaften vor, die auf einem hohem Niveau spielen. Und für beide Teams waren es zu den Testspielen nur kurze Wege.

Lange dauert es nicht mehr bis zum Saisonstart. Wie sieht es in Ihnen aus?

Van Hintum: Schon als wir die neue Aachener Mannschaft zusammengestellt haben, habe ich mich gefreut. Es hat gekribbelt bei dem Gedanken, wieder etwas Neues zu formen.

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