Stürmer wechselt nicht zu Alemannia Aachen

Fußball : Niklas Valerius wird Vertragsamateur beim SV Eilendorf

Niklas Valerius bleibt dem Fußball-Mittelrheinligisten SV Eilendorf erhalten und wird nicht zu Alemannia Aachen wechseln. Der Top-Torjäger läuft künftig als Vertragsamateur für den Aufsteiger auf. Der 22-Jährige kann weiterhin bei der Alemannia trainieren, soll sich aber zunächst in der Mittelrheinliga durchsetzen.

Herr Valerius, der SV Eilendorf hat Sie zum ersten Vertragsamateur in der Geschichte des Vereins gemacht. Wie fühlt sich das an?

Valerius: Das ist eine sehr hohe Wertschätzung für mich und auch eine gewisse Auszeichnung. Jetzt muss ich dieses Vertrauen durch Leistung zurückzahlen.

Sie haben jetzt rund drei Wochen beim Regionalligisten Alemannia Aachen mittrainiert. Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Valerius: Ich bin die Sache ohne große Erwartungen angegangen. Natürlich war ich ein bisschen aufgeregt, da es eine komplett andere Welt für mich war. Das Tempo, die Intensität und das Niveau waren deutlich höher. Es hat aber Spaß gemacht, da mal reinzuschnuppern.

Was haben Sie für sich mitgenommen?

Valerius: Ich habe einiges gelernt. Nun werde ich versuchen, das Ganze in Eilendorf umzusetzen und ein paar Prozent mehr aus uns herauszuholen. Es war eine coole Erfahrung und die Tür ist ja noch nicht ganz zu. Ich werde weiter an mir arbeiten, um vielleicht nächstes Jahr da reinzurutschen.

Sie sollen sich laut Alemannia-Trainer Fuat Kilic erst einmal in der Mittelrheinliga durchsetzen. Können Sie das nachvollziehen?

Valerius: Ja, schon. Mit drei Wochen Training gewöhnt man sich nicht an dieses Tempo. Daher kann ich seine Argumentation nachvollziehen.

Werden Sie das Angebot annehmen und bei der Alemannia weiter mittrainieren?

Valerius: Ich werde bei Eilendorf ganz normal am Trainingsbertrieb teilnehmen und dann schauen, wie es zeitlich passt. Ich gehe aber davon aus, dass ich etwa einmal pro Woche bei der Alemannia mittrainiere.

Was unterscheidet konkret einen Regional- von einem Landesligaspieler?

Valerius: Die Physis, denn die Spieler der Alemannia sind fit wie ein Turnschuh. Zudem können die Jungs alle mit dem Ball umgehen. Da wird man im Training nicht für eine gute Annahme gefeiert, denn das wird vorausgesetzt. Unter dem Strich ist das Niveau einfach viel höher.

Glauben Sie, dass Sie dieses Niveau erreichen können?

Valerius: Ich bin so selbstbewusst und sage: Spielerisch würde ich das auf jeden Fall schaffen. Ich muss halt noch weiter an mir arbeiten und fitter werden. Und in der Mittelrheinliga zeigen, dass ich mich gegen bessere Verteidiger durchsetzen kann. Dann könnte der Sprung zur Alemannia nächstes Jahr durchaus klappen.

Nun starten Sie mit dem SV Eilendorf in der Mittelrheinliga. Wie groß ist die Vorfreude?

Valerius: Am Anfang war ich schon etwas enttäuscht, weil das mit der Alemannia nicht geklappt hat. Aber nach ein zwei Tagen war das schon vergessen. Jetzt ist die Vorfreude groß. Nach dem Aufstieg wollen wir möglichst die Klasse halten.

Stand für Sie eigentlich fest, dass sie beim SVE bleiben, falls ein Engagement bei der Alemannia nicht zustande kommt? Oder gab es andere Überlegungen?

Valerius: Ich stand mit ein, zwei Vereinen etwas enger in Kontakt. Aber ich habe dann schnell entschieden, dass ich in Eilendorf bleibe, wenn das mit Alemannia nicht klappen sollte.

Was haben Sie mit den Verantwortlichen konkret vereinbart? Wie geht es jetzt weiter?

Valerius: Sie werden mich weiter beobachten. Ich werde an mir arbeiten und versuchen, ein paar Tore in der Mittelrheinliga zu schießen. Und dann liegt es ja nicht in meinen Händen, ob ich für sie weiter interessant bin.

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