Eschweiler: Squash-Bundesligist Team Cadillac setzt beim Personal auf Kontinuität

Eschweiler: Squash-Bundesligist Team Cadillac setzt beim Personal auf Kontinuität

Marco Schoeppers schaute vor einigen Tagen etwas verdutzt drein, als er beim Zappen durch die mitunter eintönige TV-Landschaft beim Sender Sport1 hängenblieb. Dort sah er nicht etwa Fußball oder eine andere aus dem Fernsehen gewohnte Sportübertragung, sondern ein Squashspiel.

Bei den World Games — also quasi den Olympischen Spielen für alle nicht-olympischen Sportarten — hatte es der Deutsche Simon Rösner ins Finale geschafft, und dieses gewann er gegen den Franzosen Gregoire Marche. „Eine tolle Werbung für unseren Sport“, wie Marco Schoeppers findet.

Sportwart Thomas Knillmann (v.l.), Präsident Udo Dackweiler, EWV-Marketingleiter Andreas Ihrig und Teammanager Marco Schoeppers freuen sich auf die erste Auflage der EWV-Open. Foto: Tobias Röber

Schoeppers ist Mannschaftsführer des Teams Cadillac aus Eschweiler, das in Kürze in seine zweite Saison in der Squash-Bundesliga geht. Zu Gast in Eschweiler wird dann unter anderem auch der Paderborner SC sein. Die Ostwestfalen sind so etwas wie der FC Bayern der Squash-Bundesliga. Der Serienmeister hat in der Vorsaison Federn in Eschweiler gelassen: Das Team Cadillac trotzte dem Favoriten ein 2:2 ab. Und bei eben diesem Team spielt Simon Rösner.

Bevor der SC Paderborn aber am 11. Februar in Eschweiler gastiert, geht es für den Vorjahresfünften (ein Punkt hinter dem Tabellenvierten) ab dem 23. September um wichtige Punkte. Zum Auftakt gastiert das Team Cadillac bei Aufsteiger Airport Squash in Berlin, das erste Heimspiel steht am 8. Oktober gegen Sportwerk Hamburg II an. Die Heimspiele trägt das Team Cadillac im gleichnamigen Fitnessstudio in Eschweiler aus (siehe Infobox).

Gespielt wird in der Squash-Bundesliga zunächst in einer Nord- und in einer Südstaffel. Die ersten beiden jeder Staffel spielen später den Deutschen Meister aus. Angesetzt sind stets Doppelspieltage, bei denen — ebenfalls im Regelfall — jeweils ein Auswärts- und ein Heimspiel ansteht.

Das Team Cadillac geht mit nahezu unveränderter Aufstellung in die Saison. 22 Spieler sind gemeldet, die ersten acht bilden das Gerüst des Teams. Nummer eins ist erneut der Niederländer Piedro Schweertman, die aktuelle Nummer 74 der Weltrangliste. Nummer 2 ist der Belgier Joeri Hapers (Nummer 201). Die ersten Acht komplettieren Julian Kischel, Janosch Thäsler, Marco Schoeppers, Christoph Blum und Nikolas Bufé aus Deutschland sowie der niederländische Zugang Thijs van der Pluijm. Je vier Spieler pro Mannschaft treten bei einem Bundesligaspiel an, davon müssen zwei einen deutschen Pass haben.

Als Ziel hat sich der Mannschaftsführer Platz vier gesteckt. „Platz drei wäre schön, aber das ist wahrscheinlich noch nicht drin“, ergänzt er. Als Fernziel gibt jedoch auch der Vorsitzende des Vereins, Udo Dackweiler, Platz drei aus. Aus diesem Grund setze man auch verstärkt auf die Jugend. Acht aktive Jugendliche im Alter zwischen 10 und 16 Jahren sind bereits für das Team Cadillac aktiv. Klar ist natürlich auch: Ohne Sponsoren geht es nicht.

Hauptsponsor EWV hat sein Engagement für die kommende Saison weiter ausgebaut und hofft auf eine langjährige Partnerschaft und Bundesligasport in Eschweiler. Am kommenden Wochenende kann man übrigens schon mal Bundesligaluft schnuppern: Das Team Cadillac lädt zu den EWV- Open ein, für die auch fünf Bundesligaspieler gemeldet haben (siehe Infobox).

Dackweiler war übrigens kürzlich bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und wurde auf den unerwarteten Punktverlust des Paderborner SC in Eschweiler angesprochen. „Da hat man mir unmissverständlich mitgeteilt, dass Paderborn nicht mit einer Ersatzmannschaft anreisen wird“, sagt er mit einem Lächeln. Simon Rösner könnte also tatsächlich seine Visitenkarte in Eschweiler abgeben.