Aachen: Sparkassen-Hallencup: Rott verschießt sein Pulver gegen die Alemannia

Aachen : Sparkassen-Hallencup: Rott verschießt sein Pulver gegen die Alemannia

Es waren noch fünf Minuten zu spielen, da wuchsen die Sorgen der Alemannia-Fans: Manuel Kanou hatte den SV Rott 5:3 in Führung geschossen. Dem Anschluss durch David Pütz folgten zwei Treffer von Mergim Fejzullahu zum glücklichen 6:5 für den Aachener Regionalligisten.

Doch der Landesligist hatte wohl sein Pulver verschossen, gegen Bezirksligist Raspo Brand folgte 0:5.

„Wir hatten zwar wenig Ballbesitz, haben aber viel daraus gemacht“, analysierte Kapitän Frederique Casper lachend, der Coach Mirko Braun nicht nur an der Seitenlinie vertrat, sondern auch spielte und gegen die Alemannia den Treffer zum 2:3 erzielte. „Wir waren dran, haben an der Sensation geschnuppert, aber zum Ende ging uns die Puste aus.“ Die fehlte nach der umkämpften Auftaktpartie der Gruppe G auch gegen Raspo. „Für die Brander war es das erste Spiel, die waren fitter. Zudem ging nach der Niederlage die Motivation runter, aber wir haben versucht, das vernünftig zu Ende zu spielen.“

Den großen Kampf, den Rott der Alemannia geliefert hatte, sah Dirk Braunleder auch als Grund für die klare Niederlage — ohne die Leistung seiner Mannschaft zu schmälern. „Wir haben das gegen Rott richtig gut gemacht“, so der Coach des Bezirksligisten Raspo. „Auch gegen die Alemannia, aber man sieht, dass die Aachener besser im Kopf und schneller sind. Immerhin sind vier Klassen Unterschied.“

Aachen hatte vorgelegt durch Kai-David Bösing, Jonas Pietsch postwendend ausgeglichen. Beim Stand von 3:1 rutschte Aachens Keeper Akif Sahin aus dem Strafraum, griff hinter sich nach dem Ball — und sah Rot wegen Handspiels außerhalb des Strafraums. Aachen baute trotz Unterzahl die Führung aus und siegte 8:2. Braunleder: „Aber unsere Jungs haben sich hier insgesamt gut verkauft.“

Zu undiszipliniert

Der meist genannte Tipp war ein Vorrundenfinale zwischen Hertha Walheim und Alemannia Aachen, doch der SV Eilendorf machte den Walheimern in der Gruppe H gleich einen Strich durch die Rechnung. Das 1:0 war die einzige Hertha-Führung, danach gelang nur noch der Anschluss — 4:3 siegte der SVE. „Wir haben zu undiszipliniert und viel zu langsam gespielt, dagegen hat der SVE seine Chancen genutzt. Wir waren uns zu schade, einfach zu spielen, wollten glänzen“, bemängelte Herthas „Co“. Mit dem 5:4 gegen Liga-Kollege Kohlscheider BC rehabilitierte Walheim sich. „Das war ein bisschen besser, aber ebenfalls unter unseren Möglichkeiten.“

Andreas Puchiza, seit Mitte November KBC-Coach, sah ein relativ ausgeglichenes Duell. „Walheim hat das cleverer gemacht, und wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, so der Trainer. Auch gegen den SV Eilendorf gab es mit 5:7 zum Abschluss der Vorrunde eine knappe Niederlage. „Auch das war ein Spiel auf Augenhöhe. Aber so ist der Fußball. Wir haben uns teuer verkauft und Spaß gehabt.“

Mehr von Aachener Zeitung