Aachen: Sparkassen-Hallencup: Dummheit und Fehler werden bestraft

Aachen : Sparkassen-Hallencup: Dummheit und Fehler werden bestraft

In der Halle ist die Ligazugehörigkeit nicht so entscheidend. Wenn aber zwei engagierte Mittelrheinligisten ihre Qualität in die Waagschale werfen, wird der technische und fußballerische Unterschied auf dem Parkett deutlich. Und so zogen der VfL Vichttal und der SV Breinig mit je zwei Siegen ins Vorrundenfinale ein. Spannend waren die Duelle trotzdem — mit teils überraschendem Ausgang.

Das 3:2 Vichttals gegen Bezirksligist Eintracht Verlautenheide war längst noch keine Vorentscheidung in der Gruppe E. „Ich wollte gegen Arminia Eilendorf siegen“, sagte Eintracht-Keeper Johnny Görtz nach dem 4:3 gegen den Liga-Konkurrenten zufrieden.

Unter dem Strich war das auch sein Coach: „Wir haben gegen Vichttal etwas nervös begonnen, es ist unser erster Hallencup, und wir sind mit einer jungen Mannschaft da“, so Dennis Buchholz, der seinen Jungs beim Seitenwechsel mit auf den Weg gab, „in Halbzeit zwei einfach Spaß zu haben und Fußball zu spielen“. Das beherzigte sein Team und hielt nun besser mit. Was auch die Arminia zu spüren bekam: „Wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten, dann wäre das Ergebnis klarer ausgefallen“, sagt der 32-Jährige nach dem „verdienten Sieg“ im zweiten Spiel.

Drei Schlüsselszenen hatte Frank Küntzeler ausgemacht, die zur Niederlage gegen Verlautenheide führten. „Vor allem vor dem 2:2, dann machen wir das 4:2 nicht. Und die Schiedsrichterentscheidung mit dem Neunmeter“, ärgerte sich der Arminia-Coach über die „unglückliche Niederlage. Gegen Vichttal sind wir an unsere Grenzen gestoßen. Ich hatte vor allem junge Akteure dabei, die haben Lehrgeld bezahlt. Das hätten wir besser machen können, aber bei einigen Spielern wollten wir nach Verletzungen nichts riskieren, andere waren in Urlaub“, haderte der Trainer des Bezirksliga-Spitzenreiters.

Gruppe F

Neuzugang Sven Meurers hatte gerade noch das 5:0 für die DJK FV Haaren erzielt. Dann blockte er einen Ball, trat darauf und verletzte sich. Die erste Diagnose verheißt nichts Gutes. Vielleicht war das der Grund, warum der Bezirksligist gegen Landesligist FC Inde Hahn auf einmal den Faden verlor. Auf 5:6 kam Hahn heran, ehe Haaren ein 7:6 über die Ziellinie rettete.

„Wir haben auf einmal zu unkonzentriert agiert, vor allem in den fünf Minuten nach dem Seitenwechsel haben wir uns nicht gut verkauft“, so Haarens „Co“ Daniel Krümberg. Zuvor hatte es eine 4:10-Niederlage gegen Mittelrheinligist SV Breinig gegeben, wobei Haaren bis zum 2:3 noch gut mithielt. „Dann sind wir in der zweiten Halbzeit zu gierig geworden“, analysierte Krümberg. „Wir haben zu Beginn defensiv ganz gut gestanden, aber dann wurden unsere Fehler gnadenlos bestraft. Insgesamt sind wir aber zufrieden, unsere Mannschaft hat Charakter bewiesen.“

Punktlos ging es für Hahn wieder nach Hause. „Im ersten Spiel wurde unsere Dummheit, im zweiten unsere Fehler bestraft“, redete Hahns „Co“ Tom Merkens Klartext. „Es stand ja schon gegen Haaren nach gut einer Minute 0:3, auch wenn wir noch mal aufgeholt haben, war die Partie eigentlich schon verloren.“ Auch Breinig war nach zehn Minuten schon 5:1 davongezogen, letztlich kassierte Hahn ein 3:8. „Breinig ist eine gute Mannschaft, die auf unsere Fehler gewartet und diese dann ausgenutzt hat“, war Merkens mit den Auftritten nicht zufrieden. „Von Landesliga-Akteuren muss ich erwarten, dass sie anders auftreten.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hallencup: VfL Vichttal und SV Breinig im Vorrundenfinale