Pferdesport: Silber für den Titelverteidiger

Pferdesport : Silber für den Titelverteidiger

Der Eschweiler Viererzugfahrer René Poensgen wird Zweiter bei den NRW-Meisterschaften in Eicherscheid hinter Dirk Gerkens aus Büren.

Gold wurde es nicht, doch mit Silber war René Poensgen auch ganz zufrieden. „Ich hatte junge Pferde dabei, habe so eingespannt, wie ich mir das fürs nächste Jahr vorstelle. Und daher bin ich mit dem Ergebnis auch ganz zufrieden“, sagt der Eschweiler Gespannfahrer, setzt aber lachend hinzu: „Aber natürlich will man immer gewinnen, wenn man einen Wettkampf fährt.“ Diesmal gab es Silber für den Titelverteidiger hinter Dirk Gerkens (Büren), Andreas Wintgens (Übach-Palenberg) wurde Dritter.

Bei der Europameisterschaft in Donaueschingen im August war Poensgen auf Platz 17 gefahren – allerdings mit seinen vier erfahrenen Pferden. Gerkens, wie Poensgen als Einzelfahrer nominiert, wurde 20. Der deutsche Vizemeister von 2018, der 2003 und 2005 schon mit Ponys Weltmeister wurde, hatte in Eicherscheid seine vier EM-Pferde dabei. Mit 41,50 Punkten dominierte er die Dressur klar, unterlag im Gelände Poensgen mit 82,47 und verbuchte keinen Fehler im abschließenden Kegelfahren. Mit insgesamt 124,07 Punkten gewann er Gold.

53,20 in der Dressur brachten Poensgen auf Platz zwei. „Der Eicherscheider Platz ist ein bisschen schwierig, da er sehr eng ist. Wenn der Richter die Hand aus dem Häuschen streckt, kann er die Pferde streicheln. Und ich fahre vier junge niederländische Pferde, die sind guckiger als deutsche“, erläutert Poensgen grinsend. Im Gelände lief es dagegen sehr gut. „Das war recht schwierig, weil die Hindernisse alle sehr eng waren und im Hang lagen. Ich hatte ein paar Fehler, aber kein Ball fiel runter.“

Nicht so gut lief es am Sonntag beim Hindernisfahren, das im strömenden Regen stattfand. „Der Boden war sehr glitschig. Ich kam zu schnell in die Schlussphase. Vor der Schlangenlinie habe ich gebremst, aber weil es so nass war, hat die Kutsche von hinten nachgeschoben. Und ich bin quasi geradeaus durch die Schlangenlinie geschossen“, berichtet Poensgen. 18 Punkte kamen oben drauf, nur Platz vier in dieser Teildisziplin, aber dank des Vorsprungs aus dem Gelände blieb er 6,75 Punkte vor Wintgens. „Unter dem Strich bin ich zufrieden“, ist für Poensgen die Saison zu Ende.

Zufrieden war auch Hans-Willi Schophoven, Ehrenvorsitzender des ausrichtenden Reit- und Fahrvereins Eicherscheid, der mit seinem Team zum dritten Mal eine NRW-Meisterschaft auf die Beine gestellt hatte. „Es lief sehr gut, alles hat geklappt – bis auf das Wetter am Sonntag, da hatten wir Pech. Aber zum Glück war es am Samstag im Geländer trocken“, sagte Schophoven. Die Gastgeber hatten einige neue Geländehindernisse gebaut, wie eine Brücke auf dem Platz, kombiniert mit roten und weißen Würfeln in den Farben des Sponsors.

Weniger zufrieden war Schophoven mit seiner eigenen Leistung bei den Zweispännern. „Ich hatte zwei junge, unerfahrene Pferde eingespannt. Dressur und Gelände liefen einigermaßen, aber das Hindernisfahren war bescheiden“, kommentierte Schophoven. Mit 65,20 in der Dressur, 87,10 im Geländer und 28,32 beim Kegelfahren – zusammen 180,62 – blieb nur Platz zehn.

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