Sieger bei Rund um Dom und Rathaus

Radsport : Colin Heiderscheid ist im Zielsprint eine Klasse für sich

Beim Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“ in Aachen setzt sich Colin Heiderscheid vor Alexander Weifenbach und Heiko Homrighausen durch.

80 Mal 900 Meter rund um Dom und Rathaus, 80 Mal über den Markt, am Fischmarkt herunter, über den Münsterplatz, am Büchel wieder hoch. 72 Kilometer fast ausschließlich über Kopfsteinpflaster „bei dem man nicht einmal nur laufen lassen kann“, wie Andreas Schruff, Zweiter Vorsitzender des ausrichtenden Aachener Radsportvereins „Zugvogel 09“, erklärte.

Bei der 44. Auflage des Radrennens „Rund um Dom und Rathaus“ legten die Elite-Amateure und Jungprofis (KT-/A- und B-Klasse) tatsächlich solch ein Tempo vor, dass nur 16 von 51 Fahrern das Rennen überhaupt beendeten. Die letzten drei Runden gehörten gar nur drei Fahrern, weil das Verfolgerfeld von ihnen bereits überrundet wurde. Der glückliche Sieger hieß am Ende Colin Heiderscheid vom luxemburgischen Team Leopard vor Alexander Weifenbach (Team Kern-Haus) und Lokalmatador Heiko Homrighausen (Zugvogel 09).

Die Sieger von 2017 (Homrighausen) und 2016 (Weifenbach) zogen früh das Tempo an und setzten sich zügig ab. Das Verfolgerfeld wurde so bereits zu Beginn des Rennens weit auseinandergezogen. In Runde 47 zog sich Heiderscheid schließlich an die beiden Ausreißer heran und ließ sich nicht mehr abschütteln. Im Gegenteil: Der 21-Jährige entschied nahezu alle Prämiensprints an der Ziellinie am Markt für sich. Sich seiner Spurtfähigkeit sicher, ließ er es auf einen Zielsprint ankommen und konnte beim Überqueren der Ziellinie bereits die Arme hochreißen. „Im Sprint hatten wir keine Chance“, erkannte Weifenbach die Stärke seines Gegners neidlos an. Und Heiderscheid erklärte: „Mir liegt die Strecke und ich bin richtig gut in Form.“

Seine Form möchte Heiderscheid auch bei der UEC-Straßen-Europameisterschaft vom 7. bis 11. August im niederländischen Alkmaar beweisen. Den Pflasterstein von „Rund um Dom und Rathaus“ und auch den Pokal für den aktivsten Fahrer kann er sich aber jetzt schon in den Schrank stellen.

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