Ringer-Bundesligist Eintracht unterliegt Lübtheen

Ringen : Walheim kann die Finalrundenteilnahme wohl abhaken

Beim Tabellenletzten Lübtheen kassiert Ringer-Bundesligist Eintracht eine überraschende 13:14-Niederlage. Nun gilt die volle Konzentration dem kommenden Gegner Witten.

Das hatte sich Eintracht Walheim ganz anders vorgestellt. Statt mit einem weiteren Sieg den Anschluss an das führende Quartett der Ringer-Bundesliga zu halten, unterlag die Mannschaft um Trainer Yaschar Jamali beim Tabellenletzten in Lübtheen mit 13:14. Das ist enttäuschend! Damit kann die Eintracht das Saisonziel, das Erreichen der Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft, wohl ad acta legen. Mit 10:8 Punkten klebt der Klub weiterhin auf Rang fünf fest.

Spitzenreiter Heilbronn (14:4) und Verfolger Mainz (13:5) sind ohnehin in einer „eigenen Liga“ unterwegs. Drei weitere Klubs, neben Walheim der drittplatzierte SV Kleinostheim und der Vierte KSV Witten (beide 11:7), kämpfen um Tabellenplatz drei, der wohl auch noch zur Endrundenteilnahme reicht. Hier aber hat Walheim die mit Abstand schlechteste Kampfbilanz (109:120) im Vergleich zum SV (136:102) und dem KSV (120:111).

„Letzte Woche Kleinostheim mit 14:13 knapp besiegt, nun in Lüb-theen mit 13:14 hauchdünn verloren. Das Fehlen von gleich zwei Leistungsträgern konnte nicht ganz kompensiert werden, es hätte aber dennoch fast gereicht“, sagte Teamsprecher Dieter Otto am Sonntag. Für Robin Pelzer, der wegen seiner Meisterprüfung fehlte, rückte in der Klasse bis 66 Kilogramm (griechisch-römisch) Marcim Kunycz ins Team. Er hatte gegen den Deutschen Meister Andrei Ginc ebenso keine Chance wie Wladimir Kurle gegen Marcel Böhme in der 130-Kilogramm-Klasse/Freistil. Kurle vertrat den verletzten Kasim Aras. Beide Lübtheener gewannen wegen technischer Überlegenheit 4:0. Purya Jamali (2:0-Sieger) „mit einer Klasseleistung“ (Dieter Otto) und Martin Otto (3:0) „in einem sehr spannenden Kampf“ waren Walheims Gewinner bis zur Halbzeit. Da führte der Gastgeber 12:5.

Anschließend holten Edgar Babayan, Alberts Jurcenko und Robert Fritsch mit sehr starken Auftritten weitere acht Zähler für die Eintracht. Die aber reichten nicht, weil Max Otto und Yaschar Jamali ihre Kämpfe hauchdünn mit 0:1 verloren. „Wir müssen diese Niederlage schnell abhaken und uns auf den kommenden Heimkampf gegen Witten konzentrieren“, sagte Jamali, der versprach, seine Jungs in dieser Woche wieder richtig zu motivieren und Samstag eine topfitte Mannschaft zu präsentieren.

Lübtheen - Walheim 14:13: 57 kg/GR: Nikolai Mohammadi - Dennis Schmitz 4:0; 61 kg/F: Mitko Asenov – Purya Jamali 0:2; 66 kg/GR: Andrej Ginc – Marcim Kunycz 4:0; 71 kg/F: Emanuel Krause – Yaschar Jamali 1:0; 75 kg/GR: Frederik Bjerrehuus – Robert Fritsch 0:1; 75 kg/F: Lennard Wickel – Alberts Jurcenko 0:4; 80 kg/GR: Jan Zizka – Edgar Babayan 0:3; 86 kg/F: Sebastian Otto – Max Otto 1:0; 98 kg/GR: Aslan Mahmudov – Martin Otto 0:3; 130 kg/F: Marcel Böhme – Wladimir Kurle 4:0

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