Radsportfans kommen bei „Hammer Series“ voll auf ihre Kosten

Nur der Teamgeist zählt : Radsportfans kommen bei „Hammer Series“ voll auf ihre Kosten

Mit klassischen Straßenrennen hat der Wettbewerb, der ab Freitag in Vaals und Sittard ausgetragen wird, nicht viel gemein. Er ist dynamischer, abwechslungsreicher und damit vor allem eines: zuschauerfreundlicher. Im Modus liegt das innovative Element der „Hammer Series“, die erst vor zwei Jahren von der Teamvereinigung Velon ins Leben gerufen wurde.

„Hammer Climb“, „Hammer Sprint“ und „Hammer Chase“ heißen die drei Rennen, die an drei Tagen Ausdauer, Vielseitigkeit und – das ist das Besondere – Teamgeist von den Sportlern fordern. Gewinnen kann nämlich kein einzelner Fahrer, sondern nur die gesamte Mannschaft.

Insgesamt 16 Kollektive haben je sieben Profis, von denen fünf in die Rennen geschickt werden, gemeldet. Und diese Liste hat es in sich: Prominente Namen wie John Degenkolb, Greg van Avermaet, Tim Wellens und Jasper Stuyven sind dort zu finden; Giro d’Italia-Gewinner Tom Dumoulin, der „Schmetterling von Maastricht“, war zunächst ebenfalls gemeldet, musste aber verletzungsbedingt kurzfristig absagen. Ganz lässt sich die 28-Jährige Ikone das Heimspiel aber nicht nehmen – er gibt den Startschuss des unter dem Titel „Hammer Limburg“ ausgetragenen Events am Freitag um 15 Uhr auf der Vaalser Julianaplein. Von dort aus geht es für die Fahrer an der deutschen Grenze entlang zum höchsten Punkt der Niederlande, dem Vaalser Berg. Während die acht jeweils acht Kilometer kurzen Runden, die neben einem zweiten steilen Anstieg auch enge Straßen bereithalten, von den Profis einiges abverlangen, liefern sie für die Fans stets beste Sicht auf das Geschehen.

Der Kurs wurde im Vergleich zu den vergangenen beiden Ausgaben geändert, „um ihn noch anstrengender zu machen und um das Gemeindezentrum mehr zu involvieren“, wie Vincent van der Stouwe, Pressesprecher des Veranstalters, sagt. Runde um Runde sammeln die ersten zehn Fahrer Punkte für ihr Team, die Durchgänge drei, sieben und elf werden dabei doppelt gewertet. Das Team mit den meisten Zählern gewinnt den „Hammer Climb“.

Gesamtsieger steht am Sonntag fest

Weiter geht es am Samstag, ebenfalls ab 15 Uhr, im Sittarder „Tom Dumoulin Bike Park“. Bei den flachen acht, 12,4 Kilometer langen Runden kommt es ganz auf die Sprinterqualitäten an. Bonuspunkte gibt es in Runde zwei, fünf und acht. Der Gesamtsieger wird am Sonntag (ab 15 Uhr) beim „Hammer Chase“ ausgefahren. An gleicher Stelle wie am Tag zuvor darf das Team zuerst in die Pedale treten, das nach „Climb“ und „Sprint“ führt. Nach einigen Sekunden nimmt die zweitplatzierte Gruppe dann die Verfolgung auf; bei kleiner werdenden Intervallen folgen die Mannschaften, die die Plätze drei bis acht innehaben.

Das Kollektiv, dessen vierter Fahrer nach vier Runden als erstes die Ziellinie überquert, gewinnt. Für die andere Hälfte der Teilnehmer, die vorher aus Sicherheitsgründen in einem separaten Rennen antritt, geht es nur noch um den Tagessieg.

Weitere Informationen unter: www.hammerseries.com

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